Irrer Witz oder brandgefährlich? Leipziger Autonome mobilisieren zur Vermummungs-Demo: „WELCOME TO HELLoween“

Von 14. Oktober 2017 Aktualisiert: 14. Oktober 2017 21:16
Ein Event kündigt sich an in Leipzig: "WELCOME TO HELLoween". Trotz der offensichtlichen und mutmaßlich absichtlichen Namensverwandtschaft zur großen und gewalttätigen G20-Demo von Hamburg, hoffen die Initiatoren von Leipzig vielleicht, dass es nicht nur kleiner, sondern auch friedlicher und ohne zerstörerische Gewalt bleiben möge. Doch niemand weiß, wer sich bei solcher Gelegenheit hinter den Masken von Hexen, Zombies und Horrorclowns befinden mag ...

Schaurig erinnern sich die Bundesbürger noch an die „Kampfparty“ der sogenannten Antifaschisten und linken Extremisten zum G20-Gipfel in Hamburg (7./8. Juli), als es hieß: „Welcome to Hell“.

Doch während sich das Land noch vom Schock erholt, haben die „Aktivisten“ aus der Linksextremismus-Hochburg Leipzig bereits neues Gruseliges im Sinn.

Die sogenannte „Antifaschistische Herzigkeit“ ruft für den 31. Oktober mit intellektuellem Wortwitz zu einer Kundgebung auf: „WELCOME TO HELLoween“. Da bleibt wohl nur noch zu hoffen, dass daraus keine feurige „Dämonstration“ wird …

WELCOME TO HELLoween – Faschist*innen das Fürchten lehren!

Am 31. Oktober heißt es WELCOME TO HELLoween“ und es soll die sogenannten „Faschist*innen“ das Fürchten gelehrt werden. Aufgerufen hat zu dem Horror-Spektakel an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig die sogenannte „Antifaschistische Herzigkeit“:

Es ist Halloween und wir rufen alle kleinen und großen Geister, alle Spukgeplagten und alle Mutigen auf, zusammen zu kommen und in schauerlichen Zeiten mächtig für bunte Bambule zu sorgen. Mit einer kraftvollen Demonstration werden wir völkische Geister das Fürchten lehren. Wir werden gruseln und spuken und menschenfeindliche Ideologien in das Geisterreich verbannen, in das sie gehören.“

(Antifaschistische Herzigkeit)

Die Initiatoren sprechen von einer Hölle für jene, die „nach Zeltstadt, Bürokratiedschungel und Repression in einem Abschiebeflieger“ sitzen und für jene, „die nach sozialen Protesten im Hexenkessel von Polizei und Justiz schmoren“ und über „rassistische Pöbler*innen“, die in den Ecken lauern, von „alten und neuen „Faschist*innen“, die sich „im Kampf um Besitz, Frau und Kinder“ bis an die Zähne bewaffnen würden, weil sie sich „einer herbeifantasierten Gefahr von außerhalb schutzlos ausgeliefert“ sähen.

„Wir haben alles dabei, was wir für diesen Weg brauchen: Bonbons, gute Musik und vor allem einige antifaschistische Organisationen, Gruppen und Freund*innen, die von ihrer Arbeit erzählen“, heißt es abschließend mit der Bitte, die gruseligsten Kostüme, funkelnde Laternen und gruselige Schilder mitzubringen.

Möglicherweise wollen die Initiatoren der Demo wirklich nur feiern, sich nicht mit gruseligen Kostümen vor der Strafverfolgung verbergen und mit ihren „funkelnden Laternen“ auch keine Autos anbrennen und lediglich mit rechtlich erlaubten Mitteln der Meinungsfreiheit gegen Menschen demonstrieren, die eine andere politische oder gesellschaftliche Meinung als sie vertreten.

Doch auch im Juli in Hamburg waren viele friedliche Demonstranten auf den Straßen, die keine Steine werfen, nicht plündern und brandschatzen wollten. Und doch ist es in großem Umfang geschehen …

„Welcome to Hell“ – Feuer auf den Straßen Hamburgs

„Welcome to Hell“ wurde in Hamburg zur großen Demo angekündigt. Es wurde wahrlich ein heißes Inferno über Teile Hamburgs gebracht und es wurden zahlreiche Polizisten im Einsatz verletzt.

Noch immer befindet sich das Land in der Aufarbeitung der Ausschreitungen um den Staatengipfel, welche im Juli die Schlagzeilen der Weltpresse prägten und die internationale Wahrnehmung der Sicherheitslage im Land weiter diskreditierte.

Linke und Grüne in Berlin gegen Vermummungsverbot

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Doch bereits kurz nach der Gewalteskalation in Hamburg forderten politische Unterstützer der radikalen Linken, Salonkommunisten und revolutionsbegeisterten Fans von Marx, Lenin, Mao & Co. in Berlin die Aufhebung des Vermummungsverbots. Der Berliner Linken-Politiker Hakan Tas forderte im Namen der Partei eine Liberalisierung des Versammlungsrechts in einem neuen Gesetz:

Es ist nicht ganz klar, ab wann jemand als vermummt gilt, gegen den dann die Polizei einschreiten muss. Wir wollen unnötige Auseinandersetzungen vermeiden und daher dieses Verbot abschaffen.“

(Hakan Tas, sicherheitspolitische Sprecher, die Linke, Berlin)

Damit hatte Tas schon deutlich Stellung bezogen.

Während der Koalitions-Kollege der SPD, Innensprecher Frank Zimmermann, daraufhin vor Schnellschüssen warnte und sich gegen eine generelle Liberalisierung aussprach, hatte sein grünes Pendant, Benedikt Lux, dann doch so gar nichts gegen das Vermummen. Mehr noch, der Berliner Rechtsanwalt stellte sogar einen mehr als kuriosen, aber auch nachdenklich machenden Vergleich auf:

Dass eine Vermummung zwingend eine Straftat sein muss, ist bundesweit überholt. Die Polizei braucht mehr Flexibilität, sonst muss sie jedes mal einschreiten, wenn jemand Schal und Sonnenbrille trägt.“

(Benedikt Lux, 35, Innenpolitiker, Grüne)