IS-Gesang und Flugblätter in der U-Bahn: Berlin ermittelt gegen Dschihad-Werber

Epoch Times18. Dezember 2015 Aktualisiert: 18. Dezember 2015 20:12
Mit IS-Kampfliedern und Flugblättern wollten Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat in der Berliner U-Bahn-Linie 7 für neues Gefolge werben. Sie sangen ein arabisches Kampflied, während sie Flugblätter verteilten und auf arabisch Anwerbegespräche unternahmen.

In der Nacht zum Donnerstag, gegen 23.30 Uhr, warben in der U7 in Berlin zwischen den Stationen Rohrdamm und Spandau mutmaßliche Anhängern der Terrorgruppe Islamischer Staat um Gefolgschaft. Sieben arabisch sprechenden Männer sangen ein Kampflied des IS für den gewaltsamen Dschihad, berichtete die "Berliner Zeitung" mit Berufung auf einen Augenzeugen.

Arabische Gesänge, Flugblätter und "Gespräche"

Bei dem offensichtlichen Werbeversuch für die Terrororganisation, versuchten sie andere Fahrgäste auf arabisch in ein Gespräch zu verwickeln und gaben ihnen ein Din A5 großes Flugblatt. Da der Zeuge nicht arabisch sprach, fragte er zwei arabischstämmige Frauen, die ihm ein Anwerbegespräch für den IS bestätigten. Daraufhin erstattete der Mann Anzeige bei der Polizei. 

Die Berliner Polizei ermittelt jetzt "wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung", so ein Polizeisprecher zur "Berliner Zeitung". Derzeit würden entsprechende Überwachungsvideos der Berliner Verkehrsbetriebe an die Ermittlungsbehörden weitergeleitet.

Berlins gewaltbereite Salafisten

Der Verfassungsschutz geht inzwischen von 670 Salafisten in Berlin aus, 350 davon seien gewaltbereit. Sie versammeln sich in mindestens drei Berliner Moscheen. Die Radikalisierung findet dort und im Internet statt.

In dieser Woche wurden zwei 21-Jährige vor Gericht gestellt, die offenbar einen Anschlag auf die israelische Botschaft geplant hatten. Einer davon habe offen für den IS geworben und die Gräueltaten der Terroristen gerühmt. Auch er habe sich im Internet radikalisiert, schreibt die BZ weiter. 100 radikale Islamisten aus Berlin seien schon nach Syrien oder in den Irak ausgereist, um gegen die "Ungläubigen" zu kämpfen. 

Die Werber schleichen überall herum, auch in den Flüchtlingseinrichtungen. Auch vor dem Lageso beobachteten die Behörden solche Vorgänge.

Gestern Morgen durchsuchte das SEK die Wohnung des tschetschenischen Islamisten Wassili A., der in sozialen Netzwerken damit prahlte, sich den Dschihadisten in Syrien anzuschließen, schreibt die "Junge Freiheit". Den Behörden lägen Fotos des Mannes vor, bei denen er mit einer offenbar echten Kalaschnikow posierte. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" und unerlaubten Waffenbesitz. (sm)

Im Netz von Salafisten – Wie radikale Muslime junge Menschen verführen (Doku)

https://youtube.com/watch?v=hkYaFfOkhvc

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