Mobile MIM-104 Patriot Boden-Luft-Raketen der Bundeswehr.Foto: iStock

Ischinger sieht INF-Vertrag am Ende

Epoch Times21. Januar 2019 Aktualisiert: 21. Januar 2019 11:38
Der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz sieht keine Chance mehr für die Rettung des Abrüstungsvertrags INF.

Der Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sieht keine echte Chance mehr für die Rettung des nuklearen Abrüstungsvertrags INF.

„Wenn die Amerikaner ihre Raketenabwehrsysteme in Rumänien und Polen den Russen offen legen würden, und umgekehrt Moskau maximale Transparenz demonstrieren würde, könnte das vielleicht neues Vertrauen schaffen. Aber es deutet nichts darauf hin“, sagte der frühere Botschafter in Washington dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben).“Es bräuchte jetzt schon ein Wunder.“

Ischinger fürchtet eine neue Welle des globalen Wettrüstens.

„Unabhängig vom INF-Vertrag wird allenthalben, keineswegs nur in Russland und den USA, aufgerüstet“, sagte Ischinger.

Die Lage ist also auch ohne den Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag sehr bedrohlich. Denn das alles geschieht in einer Atmosphäre komplett fehlenden gegenseitigen Vertrauens.“

Ischinger sieht als eine der Gefahren, dass persönliche Verbindungen fehlten. „Im Kalten Krieg bestanden trotz aller politischen Krisen immer Kontakte zwischen US-Amerikanern und Russen, zwischen Europäern und Russen. Auch im Militär, die Generäle kannten sich. Das war wichtig“, sagte Ischinger dem RND. „Heute sind sehr viele dieser Kontakte abgebrochen. Das bereitet mir große Sorge.“ (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion