Jeder dritte abgeschobene Migrant kommt zurück – Weidel fordert Schutz der Grenzen

Epoch Times18. Februar 2019 Aktualisiert: 18. Februar 2019 14:34
Rund ein Drittel aller abgeschobenen Asylbewerber kommt nach Deutschland zurück. Alice Weidel fordert eine Gesetzesänderung.

Abgeschobene Asylbewerber kommen in großer Zahl wieder nach Deutschland zurück. Das berichtet die „WELT“.

Das Blatt habe aus Sicherheitskreisen in Baden-Württemberg erfahren, dass „zwischen einem Drittel und der Hälfte der Abgeschobenen wieder einreisen“.

Allerdings habe das Innenministerium im Südwesten keine genauen Statistiken, deshalb würden sich die Angaben auf „Erfahrungs- und Schätzwerte“ in den Ausländerbehörden beziehen. Ähnliches erfuhr die WELT AM SONNTAG auch von einer ostdeutschen Bundesbehörde.

Auch das Bundesinnenministerium teilte der WELT auf Anfrage mit, dass es mangels Statistiken keine belastbaren Angaben gebe und bezieht sich auf Schätzungen der Landesbehörden. Demnach sei es plausibel, dass bei ungefähr jeder dritten Rücküberstellung innerhalb Europas eine Wiedereinreise erfolgt sei. Bei Abschiebungen in Herkunftsländer außerhalb Europas dürfte die Wiedereinreisequote jedoch deutlich niedriger liegen, so das Amt.

AfD-Politikerin Alice Weidel kritisiert auf Facebook, dass der Ausreisepflichtige, der unser Land bereits verlassen habe, bei seiner erneuten Einreise wiederum einen Asylantrag stellt. Durch das erneute Verfahren könne er sich wiederum hier aufhalten und komme „in den Genuss einer Rundumversorgung durch die Steuerzahler“.

Hier müssten laut der Politikerin Gesetzesänderungen her. „Wer nach seiner Ausreise wie ein Bumerang nach Deutschland zurückkommt, hat umgehend das Land zu verlassen. Die Erfahrungen der nun fast vier Jahre seit 2015 müssen endlich dazu führen, entsprechende gesetzliche Regelungen zu treffen und lassen keinen anderen Schluss als den zu, dass unsere Grenzen nicht länger ungeschützt bleiben dürfen“, so Weidel. (nmc)

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