Jens Teutrine neuer Chef der Jungen Liberalen - FDP soll 2021 Teil der Bundesregierung werden

FDP-Logo auf Schlüsselanhängern.
Foto: Steffi Loos/Getty Images
Jens Teutrine ist neuer Vorsitzender der Jungen Liberalen (Julis). Er erhielt am Samstag auf dem Bundeskongress in Bielefeld 91 Prozent der Stimmen, wie die Julis mitteilten. Der 26-Jährige folgt auf Ria Schröder, die sich nach zwei Jahren an der Juli-Spitze gegen eine erneute Kandidatur entschieden hatte. Teutrine studiert Philosophie und Sozialwissenschaften und ist Juli-Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen.
Teutrine sagte in Bielefeld, er wolle dafür sorgen, dass die FDP nach der Bundestagswahl 2021 Teil der Bundesregierung wird. „Chancen hängen leider viel zu häufig noch vom sozialen Hintergrund ab“, so der neue Juli-Vorsitzende. Statt ständigen Rentenerhöhungen müsse ein elternunabhängiges Bafög, ein „Kinderchancengeld“ gegen Kinderarmut sowie die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahren beschlossen werden. „Dafür wollen wir Junge Liberale als Teil einer FDP-Regierungsbeteiligung sorgen“, so Teutrine.
In seinem Bewerbungsschreiben hatte er kritisiert, der Erneuerungsprozess der FDP habe seit dem Wiedereinzug in den Bundestag 2017 „an Tempo verloren“ und stagniere derzeit sogar. Er forderte „moderne Strukturen auch in den vielen Untergliederungen, sowohl thematische als auch personelle Verbreiterung und digitale Parteiangebote“.
Wegen der Corona-Pandemie fiel der Juli-Bundeskongress deutlich kleiner und kürzer aus als üblich. Auf inhaltliche Debatten wurde verzichtet – es standen ausschließlich Wahlen und Satzungsänderungen auf dem Programm.
Die FDP, die bei der Bundestagswahl vor drei Jahren 10,7 Prozent geholt hatte, liegt in aktuellen Umfragen bei fünf bis sieben Prozent. Parteichef Christian Lindner will beim Parteitag Mitte September Generalsekretärin Linda Teuteberg vorzeitig ablösen und durch den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Volker Wissing ersetzen. (afp)
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