JU-Chef Kuban kritisiert Rechtsruckvorwurf scharf: AKK schlägt 100.000 Mitgliedern ins Gesicht

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Der neue JU-Vorsitzende Tilman Kuban.Foto: Michael Kappeler/dpa
Epoch Times27. Mai 2019

Die CDU-Spitze um Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit ihrer Wahlanalyse den Streit in der Partei um den richtigen Kurs zusätzlich angeheizt.

In einem internen Analysepapier zur Europawahl hatte die CDU-Führung die Abkehr jüngerer Wähler von der Partei unter anderem damit begründet, dass die Junge Union als nach rechts gerückt wahrgenommen worden sei: „Das ist ein Schlag ins Gesicht für 100.000 Mitglieder, die vor Ort im Wahlkampf bei Wind und Wetter gekämpft haben“, sagte JU-Chef Tilman Kuban dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagsausgaben). „Das wird die Junge Union nicht so stehen lassen.“

In der internen Wahlanalyse, über welche die RND-Zeitungen berichten, ist von einem vermeintlichen Rechtsruck bei der JU sowie der medial sehr präsenten „Werte-Union“ die Rede.

Von der CDU-Schlappe profitieren die Grünen

Dies habe zu einer deutlichen Abkehr unter 30-jähriger Wähler geführt. Außerdem werden schlechte Regierungsarbeit und fehlende Antworten in der Klimapolitik als Gründe für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl genannt. Von beidem hätten die Grünen profitiert.

„Die Union kämpfte im Europawahlkampf gegen eine für sie ungünstige Themenagenda“, heißt es in dem Papier. Zudem hätte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf als Zugpferd gefehlt.

„Bei dieser Europawahl trat erstmalig der zu erwartende Effekt eines Wahlkampfes ohne Ausspielen des Bevölkerungsrückhaltes der Bundeskanzlerin ein.“

Hart fällt dagegen das Urteil über den gemeinsamen Unions-Spitzenkandidaten Manfred Weber aus: „Mit dem Spitzenkandidaten Manfred Weber verbindet sich kein entscheidender Wahlvorteil für die Unionsparteien“, heißt es in der Analyse. (dts)



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