JU-Chefin Hamburg: „In der Roten Flora herrscht Extremismus“

Epoch Times16. Juli 2018 Aktualisiert: 16. Juli 2018 16:29
Hamburgs Juso-Chefin Armita Kazemi und ihrem Junge Unions-Pendant Antonia Niecke im Streitgespräch über die Rote Flora und den G20.

In Hamburg stehen 2020 die neuen Bürgerschaftswahlen an. Im Vorfeld führte die Zeitschrift „Welt“ ein ausführliches Interview mit Hamburgs Juso-Chefin Armita Kazemi und ihrem Junge Union-Pendant Antonia Niecke zum Thema Bundesinnenminister Horst Seehofer, G-20-Gipfel und ihrem Wahlprogramm.

Während sich beide, Kazemi und Niecke, beim Thema Seehofer einig sind, gehen die Meinungen beim G 20-Gipfel und der Haltung zur Roten Flora auseinander. Die seit 1988 besetzte Rote Flora wurde im Gegensatz zu anderen Zentren der linksextremistischen Szene nicht in die bundesweit angelegte Razzia aufgenommen und geriet wegen der gewalttätigen Anschläge in der Schanze in die Kritik.

„Der G20 wurde insbesondere durch die SPD Regierung unzureichend politisch aufgearbeitet. In der Roten Flora herrscht Extremismus,“ so die Junge Unions Chefin Niecke. „Bürgermeister Tschentscher hat vor kurzem betont, dass er für eine vielfältige Stadt ist. Für mich hört die Vielfalt da auf, wo es sich um Extremismus handelt.“

Kazemi kann nachvollziehen, dass in manchen Stadtteilen der G 20 immer noch präsent ist. Sie steht der Aufarbeitung durch die SPD zuversichtlich gegenüber. Für eine Räumung der Roten Flora müssten Rechtsbrüche nachgewiesen werden. Außerdem sei es falsch, die Rote Flora ohne die Zustimmung der Anwohner einfach mit einem Bagger „platt zu machen.“ Sie sei gegen die Schließung der Flora ohne Beweise.

„Wenn die Antifa mir rät, niemals in die Rote Flora zu gehen, da dies nicht gut enden würde, ist das für mich ein extremistischer Raum. Dafür brauche ich keine weiteren Beweise“, meint hingegen Niecke im Interview mit der „Welt“. Außerdem sieht sie es kritisch, dass eine Hausbesetzung und die gesamte Geschichte um die Rote Flora von Staatsgeldern getragen wird. „Die Rote Flora zu schließen, und das fordern wir, hat nichts mit Willkür zu tun.“ (nh)

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