Jugendliche – beim gemeinsamen Trinken.Foto: iStock

Junge Menschen: Viele haben kaum Vermögen – für Rente zu sparen lohnt sich oft nicht

Epoch Times25. Oktober 2020 Aktualisiert: 25. Oktober 2020 10:06
Die Ungleichheit der Vermögen in Deutschland ist unter jungen Haushalten hoch. Auch in der Altersgruppe zwischen 30 und 34 Jahren liegt das mittlere Nettovermögen laut dem Bericht nur bei 17.800 Euro.

Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist laut einem Bericht unter jungen Menschen deutlich. Während die obersten zehn Prozent der Haushalte unter 30 Jahren über ein Nettovermögen von 70.000 Euro verfügten, kämen die Haushalte der Unter-30-Jährigen im Mittel auf lediglich 5.000 Euro Vermögen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts, die vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) ausgewertet wurden.

Auch in der Altersgruppe zwischen 30 und 34 Jahren liegt das mittlere Nettovermögen laut dem Bericht nur bei 17.800 Euro. Bei den Unter-35-Jährigen liegt der sogenannte Gini-Koeffizient der Vermögensverteilung bei 0,85. Ab 45 Jahren sinkt die Ungleichheit dann etwas und der Gini-Index liegt bei rund 0,65.

Für Rente zu sparen lohnt sich für viele nicht – sie ist zu gering

Paare haben der Analyse zufolge mehr als doppelt so viel Vermögen wie Singles. „Paare entschließen sich wahrscheinlich eher dazu, ein Haus zu kaufen, zumal wenn sie auch noch Kinder haben“, sagte Judith Niehues, Ökonomin am IW, der „FAS“. Das Abbezahlen der Hypothek ist laut dem Bericht in vielen Haushalten eine große, konstante Rate, die das Nettovermögen mit der Zeit erhöht.

Der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Strengmann-Kuhn bemängelte in der Zeitung, dass es sich für viele Menschen nicht lohne, für die Rente zu sparen: Sie bekämen so wenig Rente, dass der Staat sie aufstocke – und dann werde das Vermögen angerechnet.

Das müsse sich nach seinen Vorstellungen ändern. „Gerade junge Menschen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sind nicht in der Lage, frühzeitig Geld zurückzulegen, weil sie überproportional hoch besteuert werden“, sagte unterdessen Christian Dürr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP, der Sonntagszeitung. (afp/dts)

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