Junge Syrer beleidigen Mädchen und schlagen gehörlosen Helfer (17) zusammen – Jugenddorfwerk verlegt Täter

Von 15. Dezember 2016 Aktualisiert: 16. Dezember 2016 13:51
Als der 17-jährige gehörlose Maik ein Mädchen gegen drei jugendliche Syrer verteidigt, wird er brutal zusammengeschlagen. Die Heimleitung reagierte und verlegte die drei unbegleiteten Minderjährigen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der 17-jährige Maik ist von Geburt an taub. Mithilfe von Implantaten kann er sich eingeschränkt verständigen. Doch taub bedeutet nicht Ungerechtigkeit zu dulden. Der Jugendliche setzte sich vergangenen Mittwoch für eine Freundin ein und wurde verprügelt, eine Geschichte aus Homburg:

Mittwoch, 7. Dezember 2016: Es war schon Abend, als der 17-Jährige im Garten des Jugenddorfs des Berufsbildungswerkes in Homburg sitzt. Seit eineinhalb Monaten ist der Jugendliche hier im Internat, will sich für eine Ausbildung vorbereiten. Maik saß nicht allein im Garten:

Bei mir war ein Mädchen aus der Einrichtung. Wir unterhielten uns, als plötzlich die drei Jungs auftauchten.“

Junge Syrer beleidigen Mädchen und greifen Helfer an

Als das Mädchen die Jungs bittet, ihre Musik leiser zu machen, reagieren diese übel, wie Maik sich erinnert:

Da hat einer sie angespuckt, übel beschimpft.“

Wie die „Bild“ berichtet, will der Gehörlose schlichtend eingreifen, als er plötzlich von den drei jungen, syrischen Flüchtlingen, angegriffen wird. Einer von denen habe ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. „Dann fielen auch die anderen über mich her.“

Minutenlang schlagen und treten die drei auf den couragierten Gehörlosen ein, bis Mitarbeiter des Jugenddorfes auftauchen. Maik muss mit einem Krankenwagen in die Uniklinik gebracht werden, wird geröntgt und verarztet. Seine Mutter ist entsetzt, Maik habe doch niemandem etwas getan, so die 36-jährige Anja Pohl.

Jetzt ermitteln Polizei und Staatsanwaltschafft wegen der gefährlicher Körperverletzung.

Heimleitung verlegt Täter

Auch die Heimleitung reagierte auf den Angriff: „Wir dulden keine Gewalt“, so Julia Edele (36), die Sprecherin des Christlichen Jugenddorfwerks zur „Bild“. „Die Heimleitung hat beim zuständigen Jugendamt beantragt, die drei in einer anderen Einrichtung unterzubringen.“

Die drei syrischen Flüchtlingse gehören zu insgesamt 15 im Internat betreuten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Doch diese machen nur einen Bruchteil der insgesamt 250 Jugendlichen hier aus.

Wir bereiten die Jugendlichen auf eine Berufsausbildung vor. Neben vielen jungen Menschen mit Behinderungen kümmern wir uns dort auch um 15 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.“

(Julia Edele, Sprecherin des Internats)

Bisher habe es nie Ärger gegeben, so die Sprecherin, auch nicht mit den „drei betroffenen Jugendlichen“. Sie seien bisher nie auffällig gewesen, wundert sich Julia Edele.

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