Kardinal Marx gibt im Erzbistum München Macht an Laien ab

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gibt in dem von ihm geleiteten Erzbistum München-Freising Macht von Priestern an Laien ab. Die Verwaltung soll künftig einer Frau oder einem Mann aus dem Laienstand unterstehen.
Titelbild
Kardinal Marx.Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Epoch Times26. November 2018

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gibt in dem von ihm geleiteten Erzbistum München-Freising Macht von Priestern an Laien ab. Marx kündigte bei einer Klausurtagung Sonntagabend in Rom an, das bisherige Amt des Generalvikars als oberster Chef des Erzbischöflichen Ordinariats aufzuteilen, wie sein Bistum am Montag bekannt gab.

Die operative Verwaltung soll demnach künftig von einer Amtschefin oder einem Amtschef aus dem Laienstand eigenständig geleitet werden. Ein Priester als Generalvikar solle sich nur noch um thematische, inhaltliche und theologische Fragen kümmern. Marx erklärte, ein Ziel dieser Reform sei neben der Professionalisierung im Bereich Verwaltung auch „der Abbau von einseitiger Konzentration der Macht auf Priester“.

Die im September von der Bischofskonferenz vorgestellte Studie zum Missbrauchskandal der katholischen Kirche in Deutschland hatte die Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche als einen Grund für die Vielzahl von Fällen von sexuellem Missbrauch benannt. Demnach schützt sich der Klerus durch das Verschweigen von Missbrauchsdelikten, statt diese öffentlich zu machen und dadurch aufzuklären.

Die neue Stelle eines Amtsleiters soll im ersten Quartal ausgeschrieben und wie auch die neue Stelle des Generalvikars zum 1. Januar 2020 neu besetzt sein. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion