Pro-Assad Demonstration in Damaskus, Syrien. 3. März 2008.Foto: LOUAI BESHARA/AFP/Getty Images

Kiesewetter fordert Sturz von syrischem Staatschef: Assad ein größeres „Übel“ als die Terrormiliz Islamischer Staat

Epoch Times23. Februar 2017 Aktualisiert: 23. Februar 2017 11:49
Der Obmann der Unionsfraktion im Auswärtigen Ausschuss meint, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad für viele Syrer ein größeres "Übel" sei als die radikal-islamistische Terrormiliz IS. Deshalb müsse Assad gestürzt werden.

Der Obmann der Unionsfraktion im Auswärtigen Ausschuss, Roderich Kiesewetter (CDU), ist der Meinung, dass die Amtsenthebung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bei den Syrien-Friedensverhandlungen in Genf zur Priorität werden müsse.

„Ich glaube, wir haben hinsichtlich der Vereinten Nationen, aber auch aus Sicht der Europäischen Union einen Fehler gemacht, indem wir die Bekämpfung des IS an erste Stelle und die Amtsenthebung von Assad nachrangig behandelt haben“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RBB-„Inforadio“. Für viele Syrer, die sunnitisch sind, sei die Terrormiliz „Islamischer Staat“ das geringere Übel als der Machthaber, meint er.

Deshalb müsse man vor allem Russland überzeugen, Assad abzusetzen. Kritisch äußerte sich Kiesewetter über die Zurückhaltung der USA im Syrien-Konflikt.

„Bei der neuen US-Regierung erkenne ich überhaupt keine kohärente Syrien-Strategie mehr. Und je länger sich die US-Administration dort zurückhält, wird Russland versuchen, diese Lücke zu schließen und Fakten zu schaffen, die vor allem uns Europäern nicht gefallen werden.“

Die Europäischen Staaten forderte Kiesewetter auf, sich für Schutzzonen in Syrien einzusetzen, auch wenn diese militärisch durchgesetzt werden müssten. „Niemand denkt an die Menschen vor Ort. Die sind die eigentlichen Opfer.“ (dts)

Siehe auch:

Priester: Syrien-Berichterstattung „die größte Medienlüge unserer Zeit“ – Es „gab keinen Volksaufstand gegen Assad“

Die Münchner Sicherheitskonferenz: „Marionettentheater der Profiteure von Krieg und Elend“

Aus Aleppo nach München: „Syrien braucht Frieden, den Stopp aller Waffenlieferungen an die Rebellen und medizinische Hilfe!“



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion