Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der Kinder und Jugendliche stärker im Internet schützen soll.Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa/dpa

Kinderpornografie in Chatgruppen: Mehr als 1600 Verdächtige

Epoch Times23. Juli 2021 Aktualisiert: 23. Juli 2021 18:26
Ermittler verfolgten fünf Monate lang den Weg von jugendpornografischem Material, das in Chatgruppen geteilt wurde. Nun haben sie Verdächtige in fünf Ländern identifiziert.

Nach massenhaftem Teilen von kinder- und jugendpornografischem Material in Chatgruppen hat die Polizei mehr als 1600 Verdächtige ermittelt.

Digitale Forensiker hätten seit einer Anzeige Anfang des Jahres fünf Monate lang den Weg von Bildern und Videos verfolgt, die in einem Messenger-Dienst geteilt worden seien, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz heute. In der Folge habe man Verdächtige in ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich und den USA identifiziert. Darunter seien auch viele Minderjährige, sagte der Sprecher.

Die Ermittlungsarbeit sei nun in Form von mehreren Hunderttausend DIN-A4-Seiten in 21 Umzugskartons an die Staatsanwaltschaft Amberg übergeben worden. Den Verdächtigen drohen den Angaben zufolge Haftstrafen von mindestens einem Jahr. „Neben Menschen mit pädophilen Neigungen, sind es häufig auch Kinder und Jugendliche, die achtlos derartiges Material in Gruppenchats verschicken und sich damit regelmäßig strafbar machen“, sagte der stellvertretende Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg, Peter Krämer.

Kinder seien zwar strafunmündig, aber solche Taten hätten eine „strafrechtliche Relevanz“ und seien dann auch von der Staatsanwaltschaft zu bewerten, erklärte ein Polizeisprecher. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion