JVA TegelFoto: Screenshot/Facebook

Knast Berlin: Gefangener schlägt JVA-Beamten bewusstlos

Epoch Times31. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:09
"Außerordentliches Vorkommnis" in der JVA Tegel, Deutschlands größtem Knast: Berlins schlimmster Häftling, der Bosnier Mirsad M. (50), prügelte einen Beamten bis zur Besinnungslosigkeit, weil dieser ihn bat, in einem Warteraum Platz zu nehmen. Hausalarm.

Nach der Tat drängten mehrere Beamte den gewalttätigen Totschläger Mirsad M. in einen Raum und verschlossen die Tür. Es wurde Hausalarm ausgelöst. Weitere Beamte konnten sich dem Mann nur in Schutzbekleidung nähern und brachten ihn in einen speziell gesicherten Haftraum. 

Der verletzte Beamte wird in die Charité gebracht, immer wieder verliert er das Bewusstsein.

Der Bosnier – eine Verbrecherkarriere

Zwischen 1996 und 2005 wurde der Mann in den Niederlanden zehnmal wegen Diebstahl, Waffen- und Drogendelikten verurteilt. Im April 2008 erschießt er den Berliner Dönerladen-Besitzer Müslüm B. Der 45-Jährige hinterlässt seine Frau und sieben Kinder. Der Bosnier flüchtet zunächst nach Holland, wo er festgenommen und ausgeliefert wird. 

Im März 2009 verurteilt ihn ein deutsches Gericht zu zwölf Jahren Haft. 

Bereits einen Monat später verprügelt er einen Mitgefangenen und einen Beamten in der JVA Moabit bei der Essensausgabe. Nach weiteren vier Wochen die nächste Eskalation: Mirsad M. prügelt wieder auf einen Mitinsassen ein. Im Dezember wird er dann deswegen wegen Körperverletzung und Widerstand zu sechs weiteren Monaten verurteilt, schreibt die "BZ Berlin".

Im März 2012 fühlt sich der Bosnier wieder provoziert und schlägt brutal auf den Kopf eines anderen Gefangenen ein.

Laut Justizverwaltung habe der Mann eine "Neigung zur Gewaltanwendung verinnerlicht" und einen "stark ausgeprägten Macht- und Dominanzanspruch". Seine voraussichtliche Entlassung ist für das Jahr 2020 angesetzt.

Dann steht der Mann der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung. (sm)

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