Der Prozess gegen Bastian S. war nur der Auftakt für eine Reihe von Anklagen gegen ein organisiertes Netzwerk für sexuellen Missbrauch kleiner Kinder.Foto: Roland Weihrauch/dpa-Pool/dpa/dpa

Schlüsselfigur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach gefasst – Polizeipräsident: „Wir sind noch lange nicht am Ende“

Epoch Times27. Mai 2020
Der Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach zieht immer weitere Kreise. Die Ermittler sprechen von einem Schneeball-System und sehen den sexuellen Kindesmissbrauch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. "Es offenbart sich hier ein Abgrund, der verstöre", so ein involvierter Oberstaatsanwalt.

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Polizei nach eigener Einschätzung einen der Koordinatoren gefasst.

Der Mann aus Baden-Württemberg – dessen Festnahme bereits am Dienstag bekannt gegeben worden war – sei der Administrator eines der Chatforen, in dem sich Pädophile ausgetauscht hätten, sagte der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob. Kriminaldirektor Michael Esser beschrieb den Festgenommenen als „zentrale Persönlichkeit, die die Chatverläufe zusammenhält“. Das Amtsgericht Offenburg habe mittlerweile Untersuchungshaft gegen ihn verhängt.

Oberstaatsanwalt: „Es offenbart sich hier ein Abgrund, der verstöre“

Spezialkräfte hätten den Mann in seiner Wohnung überrascht, so dass er keine Gelegenheit gehabt habe, Beweismittel zu vernichten, schilderte Esser. Die Wohnungstür sei dafür mit einer Schrotflinte beschossen worden, es habe keine Verletzten gegeben. Dadurch, dass die Ermittler direkt ins Handy des Mannes hätten schauen können, seien sie auf mehrere Kinder aufmerksam geworden, die aktuell noch missbraucht worden seien. Dazu habe ein drei Monate altes Baby gehört. Der Mann, der dieses Kind missbraucht habe, befinde sich nun ebenfalls in Untersuchungshaft, sagte Jacob.

In dem Komplex sei zudem eine weitere Anklage erhoben worden, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Sie richte sich gegen einen Mann aus Bergisch Gladbach, dem unter anderem sexueller Missbrauch von Kindern in mehreren Fällen zur Last gelegt werde. Der Angeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

Es offenbare sich hier ein „Abgrund“, der verstöre, sagte Bremer. Esser sagte: „Es scheint wohl in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein.“ Polizeipräsident Jacob sprach davon, dass die Ermittler Einblicke gewonnen hätten, „die das Vorstellungsvermögen der meisten Menschen sprengen“. Die psychischen Belastungen seien so groß, dass mindestens drei Kolleginnen und Kollegen aufgrund der Ermittlungen längerfristig krank geworden seien.

Polizeipräsident: „Wir sind mit den Ermittlungen noch lange nicht am Ende“

„Wir sind mit den Ermittlungen noch lange nicht am Ende“, sagte Jacob. Bremer sprach von einem Schneeball-System: Mit jedem Täter, jedem neu enthüllten Chat ergäben sich wieder Spuren zu weiteren Beteiligten. Deshalb werde man am Polizeipräsidium Köln nun sogar ein eigenes Kommissariat für den Kampf gegen den sexuellen Kindesmissbrauch gründen. „Wir sagen den Pädo-Kriminellen den Kampf an“, sagte Jacob.

Insgesamt gibt es in dem Komplex bisher 32 identifizierte Tatverdächtige in Nordrhein-Westfalen. In ganz Deutschland seien es 72 identifizierte Tatverdächtige, sagte Jacob. Zudem gebe es 44 identifizierte Opfer. Zehn Personen seien in U-Haft, sagte Bremer. Zudem seien sieben Anklagen gegen acht Personen erhoben worden.

Durchsuchung in Bergisch Gladbach brachte den „Stein zum Rollen“

Kürzlich war in dem Fall Anklage gegen den 43 Jahre alten Hauptverdächtigen erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen unter anderem vor, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Den überwiegenden Teil habe er fotografiert und gefilmt und diese Aufnahmen an Chatpartner weitergeleitet.

Bei dem Angeklagten aus Bergisch Gladbach hatte es im Oktober 2019 die erste Durchsuchung gegeben, die den Fall ins Rollen gebracht hatte. Ermittler fanden riesige Mengen kinderpornografischen Materials, mit dessen Auswertung Dutzende Spezialisten bis heute beschäftigt sind. Die Ermittlungen erstrecken sich mittlerweile über alle Länder der Bundesrepublik. (dpa)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Seit 300 Jahren und mehr wird die traditionelle Gesellschaftsordnung angegriffen und eine kriminelle Herrschaft des Pöbels etabliert. Wer steckt dahinter? Das „Gespenst des Kommunismus“, wie Marx es nannte. Einfach ausgedrückt besteht es aus Hass und bezieht seine Energie aus dem Hass, der im menschlichen Herzen aufsteigt. Aus Gier, Bosheit und Dunkelheit der Menschen.

Junge Menschen werden äußerst listenreich von westlichen kommunistischen Parteien und ihren Gruppen angestachelt, um eine Atmosphäre des Chaos zu erschaffen. Sie nehmen an Überfällen, Vandalismus, Raub, Brandstiftung, Bombenanschlägen und Attentaten teil.

Kampf, Gewalt und Hass sind ein wichtiger Bestandteil der kommunistischen Politik. Während der Kommunismus Hass und Spaltung unter den Menschen schürt, korrumpiert er die menschliche Moral. Menschen gegeneinander aufzuhetzen und auszuspielen, ist eines der Mittel, mit dem dieser Kampf geführt wird.

Links- und Rechtsextremismus, Antifa, Radikale, Terrorismus und Co werden im Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ in verschiedenen Kapiteln untersucht. Beispielsweise in Kapitel 5: „Den Westen unterwandern“, Kapitel 8: „Wie der Kommunismus Chaos in der Politik verursacht“ und Kapitel 15: „Von Marx bis Qutb - die kommunistischen Wurzeln des Terrorismus“. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion