Kopftritt in Frankfurt: Vermummte überfallen Verleger Kubitschek und Ehefrau nach Buchmesse

Von 14. October 2018 Aktualisiert: 15. Oktober 2018 13:49
Der überfallene Verleger vermutet die Gewalttäter in der linken Szene. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Einer Meldung der „Neuen Züricher Zeitung“ nach wurde der Verleger Götz Kubitschek (Antaios Verlag) nach der Buchmesse in Frankfurt am Samstagabend vor einer Pizzeria überfallen.

Die Attacke auf den Teilnehmer der Messe fand gegen 22 Uhr im Stadtteil Sachsenhausen statt. „Wie aus dem Nichts“ seien drei vermummte Männer aufgetaucht und dem siebenfachen Vater von hinten an den Kopf getreten und ihn namentlich beschimpfend verbal attackiert.

Auch die Frau des Verlegers wurde angegriffen. Ellen Kositza stürzte bei der Attacke der Vermummten. Die Täter seien ihr zudem auf den Rücken gesprungen, so die „NZZ“.

Als ein Mitarbeiter zur Hilfe eilte, wurde dieser mit einer Flasche im Gesicht verletzt.

Kopftritt von Hinten, versuchter Diebstahl des Laptops

Wie die „Junge Freiheit“ schreibt, gab Kubitschek an, dass er mit seiner Frau, Martin Lichtmesz, Caroline Sommerfeld, Benedikt Kaiser und einem Bekannten im Garten der sizilianischen Pizzeria saß, als der Überfall stattfand. Der Verleger aß gerade mit seiner Frau zusammen eine Pizza, man trank Rotwein. Kubitschek saß mit dem Rücken zur Straße. Im TV wurde gerade das Fußballspiel Niederlande gegen Deutschland in der UEFA-Nations-League übertragen.

Ich hörte nur den Schrei meines Bekannten, dann spürte ich, wie jemand mir gegen den Hinterkopf trat, ich fiel mit dem Kopf auf die Tischplatte und war wie benommen.'“

(Götz Kubitschek, Verleger)

Seine Bekannten schilderten ihm später, dass sie von drei dunkel gekleideten Personen angegriffen wurden, die sich Kapuzen tief ins Gesicht gezogen hatten.

Anschließend hätten die Angreifer versucht, sich den Laptop und die Aktenmappe des Verlegers zu schnappen. Doch die Frau von Kubitschek warf sich über die Sachen auf dem Tisch und hielt sie fest, worauf ihr einer der Männer in den Rücken sprang und auf ihr kniete.

Nach dem Bekannten wurde eine Flasche geworfen, die seinen Kopf streifte. „Die ganze Sache dauerte höchstens fünf bis acht Sekunden“, so Kubitschek.

Die Restaurant-Betreiber alarmierten umgehend die Polizei.

Ermittlungen aufgenommen

Die Polizei in Frankfurt bestätigte den Überfall und nahm Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung auf.

Kubitschek selbst gehe davon aus, das die Täter linke Aktivisten seien:

Das sagt viel über ein Land aus, daß wir nachts nicht mehr sicher in einem Restaurant sitzen können.“

(Götz Kubitschek, Verleger)

Die „Junge Freiheit“ veröffentlicht zu dem Fall einen Post eines mutmaßlichen Redakteurs der „Frankfurter Rundschau“, wie dieser selbst auf Facebook angibt („Redakteur  . Der grimmige FR-Reporter (Titanic). Kroate nur in Anführungszeichen (7Dnevno). Vaterlandsverräter und stolz darauf.“):

Ich finde es gut, dass Kubitschek und seine faschistische Denkfabrik gerade bei der #FBM2018 sind. Hoffentlich bleiben sie bis Samstag. Dann wird Ihnen die Stadt zeigen, was sie von Ihnen hält. Falls sich die Antaios-Maulhelden überhaupt aus der Messehalle wagen.

Auch die AfD Hamburg veröffentlichte diesen merkwürdigen Zufall:

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Gewalt auf der Messe und Zensurversuche

Bereits im letzten Jahr gab es auf der Buchmesse gewalttätige Rangeleien zwischen Sympathisanten der AfD und linken Extremisten am Stand von Antaios.

In diesem Jahr versuchte der Messeveranstalter den kritischen Verlag, den man dem „rechten“ Spektrum zurechnet , den Antaios-Stand in eine abgelegene Ecke der Messe zu verbannen. Kubitschek verkaufte jedoch am Eröffnungstag der Messe seinen Verlag an einen befreundeten Zahnarzt und buchte mit einem neu gegründeten Verlag einen Stand in einem gut besuchten Bereich.

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, würden „rechte“ Verlage auf der Buchmesse „ghettoisiert“ und die Stände von schwer bewaffneten Polizisten bewacht.

Kubitschek verlegte „Finis Germania“

Der Inhalt des Buches „Finis Germania“ (Ende Deutschland) schlägt hohe Wellen. Die Mainstream-Presse beschreibt das Werk als: „Rechtslastige Verschwörungstheorien, antisemitisch, rechtsradikal, völkische Nachtgedanken“.

Der Autor und bedeutende Historiker, Rolf Peter Sieferle, hat das Buch geschrieben. Sieferle, der an Krebs erkrankt war, nahm sich im September 2016 in Heidelberg das Leben. Sein Buch erschien als Nachlass im Antaios Verlag.

Das Buch schaffte es auf Platz sechs der „Spiegel“-Bestseller-Liste. Doch plötzlich verschwand es von dort wieder, quasi über Nacht. Auch „Welt“-Kolumnist Henryk M. Broder nahm sich des Themas an. Auf Platz 6, so Broder, „klaffte eine weiße Lücke, ohne jede bibliografische Angabe. Da musste mal etwas gewesen sein, wobei nur der Raum, den das Etwas eingenommen hatte, zu sehen war“. Doch nur kurz, dann waren auch diese Spuren verschwunden, nur noch ein Screenshot vom Donnerstag zeugte laut Broder davon. Auf diese Weise hätten auch die sowjetischen Zensoren Geschichtsschreibung betrieben.

Video-Interview mit „RT“: Verleger Götz Kubitschek nimmt Stellung zu „Finis Germania“.

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