„Kreide-Skandal“: Kind bemalt Parkplätze mit Kreide – Stadt droht mit Bußgeld

Epoch Times18. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 1:57
In Neuruppin sollen Eltern nun mit einem Bußgeld belegt werden, weil ihre kleine Tochter die Straße mit Kreide bemalte. Im Internet sorgt der Vorfall für Furor.

Der Fall sorgt für Aufruhr: Eine Siebenjährige aus Neuruppin bemalte mit Kreide die Parkplätze direkt vor dem Haus. Eigentlich nichts ungewöhnliches, überall machen Kinder das. Die Kreide verschwindet auch spätestens nach einem Regentag wieder. Doch in Neuruppin sieht man das nicht so gelassen.

Die Malereien des Kindes rief das Ordnungsamt auf den Plan. Dieses leitete ein Bußgeldverfahren ein, berichtet die "Märkischen Allgemeinen". 

Den, so die Begründung des Verfahrens, das Bemalen und Besprühen von Straßen sei laut Paragraf 4 der Stadtordnung verboten. Die Familie habe einen Tag Zeit, um die Kreidezeichnung zu entfernen, andernfalls werde eine Firma damit beauftragt, deren Kosten sie zu tragen habe, heißt es laut MAZ in einem Schreiben der zuständigen Behörde.

Stadtverwaltung relativiert Verfahren 

Ein eingeleitetes Bußgeldverfahren bedeute nicht automatisch eine Geldstrafe, relativiert die Behörde das Bußgeldverfahren im Gespräch mit der Zeitung. Man habe die Angelegenheit auch mündlich klären wollen, es sei aber niemand zu Hause gewesen.

Stadtverordneter Klaus-Dieter Miesbauer (SPD) will nun über eine Änderung der Stadtordnung nachdenken, so die MAZ.

Die Kreidemalereien seien inzwischen weg: Die Großmutter des Mädchens habe mit einem Gartenschlauch die Bemalung weggewaschen. 

"Peinlich für die Stadt"

Der Vorfall brachte das Internet in Aufruht: "Wie schrecklich, grau und trostlos diese heutige Welt für Kinder sein muss", schreibt Anne Schadewald dazu. Ein anderer Nutzer schlägt sogar vor mit einem Flashmob auf den Vorfall zu reagieren: "Hallo Neuruppiner, bitte einmal Flashmob Bunte Straßen … Zeigt Farbe. Fotos machen und per E-Mail ins Rathaus", schreibt er. 

Andere Nutzer finden das Vorhaben der Stadtverwaltung ein Bußgeldverfahren einzuleiten einfach nur: "Lächerlich", "absolut affig" und "peinlich für die Stadt". (so) 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN