Kriminalität an Thüringer Bahnhöfen: Erfurt als Hot Spot und Eisenach mit 100 Prozent ausländischen Tätern

Von 4. May 2018 Aktualisiert: 4. Mai 2018 17:15
Eine Kleine Anfrage der AfD und des Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bundestags, Stephan Brandner, an die Bundesregierung wollte Antworten zur Kriminalität an den Thüringer Bahnhöfen.

Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion vom 26. April an die Bundesregierung zu Straftaten an Thüringer Bahnhöfen förderte Erschreckendes zutage.

Die Anzahl der an den Thüringer Bahnhöfen erfassten Straftaten hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, wie der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestags, Stephan Brandner (AfD), auf „Brandner im Bundestag“ schreibt. Ebenso sei die Anzahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen massiv gestiegen und „offenbar verantwortlich für den starken Anstieg der Kriminalität an vielen Thüringer Bahnhöfen“, so der Bundestagsabgeordnete.

Eisenach: 100 Prozent nichtdeutsche Tatverdächtige

Besonders dramatisch scheint die Lage in der thüringischen Lutherstadt Eisenach (ca. 42.000 Einwohner) unter der Leitung der Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) zu sein.

Besonders deutlich wird dies in Eisenach, wo im Jahr 2017 100% – also alle – der ermittelten Tatverdächtigen Nichtdeutsche waren.“

(Stephan Brandner, MdB, Vorsitzender im Rechtsausschuss)

Dabei handelte es sich offensichtlich um drei Mehrfachtäter, die in 28 Fällen zuschlugen.

Landeshauptstadt Erfurt als Hot Spot

Zahlenmäßig am stärksten betroffen ist der Bahnhof der Landeshauptstadt Erfurt (ca. 211.000 Einwohner). Hier wurden 2017 464 Fälle registriert. Von den 268 Tatverdächtigen war knapp über die Hälfte (135 TV) ohne deutschen Pass. Noch im Vorjahr waren hier 566 Tatverdächtige in 738 Fällen unterwegs, 69,1 Prozent davon waren Ausländer.

In der ehemaligen DDR-Bezirkshauptstadt Gera (94.750 Einwohner) waren noch 2016 rund 90 Prozent der 106 Tatverdächtigen Nichtdeutsche. Auch hier gab es eine Verbesserung zum Jahr 2017 hin. Die erfassten Kriminalitätsfälle sanken von 165 auf 106 Fälle, die von 55 Tatverdächtigen verübt wurden, der Ausländeranteil: 76,4 Prozent.

In Gotha (ca. 45.000 Einwohner) sank die Zahl der registrierten Straftaten von 59 im Jahr 2016 auf 20 in 2017, die Zahl der Tatverdächtigen von 43 auf 7 und der Anteil an nichtdeutschen Tätern von 88,4 auf 71,4 Prozent, während in Jena (ca. 110.000 Einwohner) die Zahlen leicht stiegen, von 71 auf 84 Straftaten. Hier wurden mit 20 Personen auch deutlich mehr Tatverdächtige ausgemacht, wie 2016 (5). Der Anteil der Ausländer sank geringfügig von 40 auf 35 Prozent.

In Rudolstadt halbierte sich der Anteil der ausländischen Tatverdächtigen von 100 Prozent auf 50 Prozent. Wurden 2016 von vier Ausländern 27 Straftaten am Bahnhof begangen, wurden 2017 nur noch zwei Tatverdächtige registriert, einer davon ohne deutschen Pass. Allerdings ging es bei diesen beiden Personen wohl um besonders tüchtige Straftäter, die in 47 Fällen an der Arbeit waren.

In Saalfeld (ca. 25.000 Einwohner) sanken die Zahlen von 2016 auf 2017 von 89 Fällen mit 81 Tatverdächtigen (91,4 % Nichtdeutsche) auf 36 Straftaten mit 14 Tatverdächtigen (50 % Nichtdeutsche).

In Suhl (ca. 35.600 Einwohner) schlug ein ausländischer Täter in 23 Fällen zu und verschaffte damit der ehemaligen Bezirkshauptstadt ebenfalls eine 100-Prozent-Quote.

Polizeistatistik und Tatort „Bahnhof“

Die Bundesregierung wies in ihrer Antwort darauf hin, dass entsprechende Zahlen noch nicht für alle Bundesländer erhältlich sind:

In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden Angaben zur Tatörtlichkeit (wie etwa „Bahnhof“) noch nicht in allen Ländern technisch realisiert, so dass die gewünschten Informationen in der vom Bundeskriminalamt erstellten PKS des
Bundes nicht vorliegen.“
(Bundesregierung)

Brandner, der Vorsitzende der Thüringer Landesgruppe der AfD, machte angesichts der Thüringer Zahlen deutlich, „dass es sich augenscheinlich um importierte Kriminalität handelt“.

Bahnhöfe dürfen nicht zu Orten der Kriminalität verkommen. Politiker wie Bodo Ramelow, der einst freudig klatschend am Bahnhof stand, um Flüchtlinge zu begrüßen, sind jetzt gefordert, eben diese Bahnhöfe wieder zu sicheren Orten zu machen.“

(Stephan Brandner, AfD)

Allgemein gesagt wurden offenbar im vergangenen Jahr verstärkt polizeiliche Maßnahmen zur Sicherung der Bahnhöfe durchgeführt, was zumeist zu einem Sinken der Fallzahlen führte. Bahnhöfe mit meist ohnehin geringen kriminellen Taten hatten oft gar keine ausländischen Tatverdächtigen zu verzeichnen. Hingegen waren bei kriminell regen Bahnhöfen dann auch die anteiligen ausländischen Straftäter in Thüringen meist in großer Mehrheit.

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