Feuer im Notre-Dame, 15. April 2019.Foto: FRANCOIS GUILLOT/AFP/Getty Images

Kritik an Berichterstattung zu Notre-Dame: „Warum muss man CNN einschalten während die ARD Tierfilme zeigt?“

Epoch Times16. April 2019 Aktualisiert: 16. April 2019 17:07
Während viele TV-Sender und Nachrichtenportale sogar Live aus Paris vom Brand der Notre-Dame Kathedrale berichteten, wurde bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern, nach Zuschaueraussage, "unzureichend" auf das Ereignis eingegangen.

Die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zum Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame stieß auf Kritik. So bezeichnete der frühere Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Ulrich Deppendorf, die Berichterstattung als unzureichend.

In einem Twitter-Beitrag schrieb er, Notre-Dame sei neben dem Eiffelturm das Symbol Frankreichs. Dass es dazu keinen ARD-„Brennpunkt“ gegeben habe, sei „schwer nachzuvollziehen“.

Auch seitens der Politik wurde Kritik laut. „Russia Today und Al Jazeera berichten, rechte Hetzer verbreiten erste Verschwörungstheorien und der öffentlich-rechtliche Rundfunk schläft“, schrieb der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

In einem weiteren Twitter-Beitrag schrieb Laschet: „Millionen Menschen fiebern mit der Kirche Notre Dame in Paris, einem der bedeutendsten kulturellen Orte in Europa. Warum muss man CNN einschalten, während die ARD Tierfilme zeigt?

Die frühere Fernsehchefredakteurin beim WDR, Sonia Seymour Mikich, fragte auf Twitter: „Warum muss ich so lange bei CNN oder BBC zuschauen?“ „Tagesschau24 ist doch genau dafür geeignet“.

Rainald Becker, ARD-Chefredakteur, antwortete auf die Kritik:

„Rate zu etwas mehr Sachlichkeit. Das Erste ist kein 24h Nachrichtenkanal und Gaffer TV machen wir auch nicht. An fundierter Berichterstattung wird gerade gearbeitet. Folgt in Kürze.“

Die ARD verwies zudem in einer Antwort auf die Kritik auf eine Berichterstattung in „Tagesschau“ und „Tagesthemen“.

(er)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion