Tengelmann-Filiale in Mülheim.Foto: Roland Weihrauch/Archiv/dpa

Kritik an Merkel: Wirtschaft befürchtet ein „Weiter so“ in der Politik

Epoch Times19. Dezember 2017 Aktualisiert: 19. Dezember 2017 20:04
Tengelmann-Chef Haub kritisiert: Deutschland werde nur noch verwaltet, aber nicht mehr reformiert. Auch andere Unternehmen befürchten, dass Kanzlerin Merkel so wie bisher weitermacht.

Die Entfremdung zwischen Wirtschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wächst. Während sich die CDU-Chefin am Mittwoch mit CSU und SPD zu Sondierungsgesprächen für eine Neuauflage der Großen Koalition trifft, fürchten Unternehmer eben das –– eine Fortsetzung der bisherigen Politik.

„Die Bundeskanzlerin hat in den letzten Jahren sehr viele Schritte unternommen, die zu einer teilweisen Aushebelung der Demokratie geführt haben“, sagte Heinz Hermann Thiele, Inhaber und Ehrenaufsichtsratschef des Familienkonzerns Knorr Bremse, dem „Handelsblatt“.

Als Beispiel nennt er die Alleingänge Merkels bei der Euro-Rettung und der Öffnung der Grenzen im Herbst 2015, die die Flüchtlingskrise zur Folge hatte.

Ex-Ifo-Chef Hans-Werner Sinn spricht von einem „Realitätsverlust“ Merkels, wenn sie sage, man könne die deutschen Grenzen nicht schützen.

Frankreich und Österreich packen mutig Reformen an

Jürgen Heraeus, Aufsichtsratschef des gleichnamigen Edelmetallspezialisten, sagte dem „Handelsblatt“: „Frankreich und Österreich machen uns vor, wie frische unverbrauchte Kräfte mutige Reformen anpacken oder die eigene Partei reformieren.“

Auch Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub kritisiert das „Weiter so“ der Kanzlerin: „Von Aufbruchstimmung kann überhaupt keine Rede mehr sein.“ Deutschland werde nur noch verwaltet, aber nicht mehr reformiert.

Der Ex-CSU-Minister und prominente Wirtschaftsanwalt Peter Gauweiler prognostiziert, dass es nicht zu einem Aufstand gegen Merkel kommen werde. Aber er attestiert der Union Gärungsprozesse und zitiert Franz Josef Strauß mit den Worten: „Manche Sachen müssen zu Ende faulen.“

Die CDU-Chefin selbst lehnt eine Kurskorrektur bislang ab. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion