Kronshagener Feuermord: Warum zündete der Mann aus Togo seine Ehefrau auf offener Straße an?

Von 7. Dezember 2016 Aktualisiert: 8. Dezember 2016 10:35
Am Mittwochabend erlag eine nahe der Kronshagener Mare-Klinik angezündete Frau und Mutter ihren schweren Verletzungen. Der 41 Jahre alte Täter kam der Polizei zufolge vor rund 20 Jahren aus Afrika nach Deutschland und hat einen unbefristeten Aufenthaltstitel. Bei dem Opfer handelte es sich um seine, von ihm getrennt lebende Ehefrau.

Auf offener Straße hat ein Mann im schleswig-holsteinischen Kronshagen bei Kiel am Mittwochvormittag gegen 9 Uhr seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit einer brennbaren Flüssigkeit überschüttet und angezündet. Eine grausame Tat, einer Hinrichtung gleich, erschüttert das Land. Noch am selben Abend verstirbt das Opfer im Krankenhaus.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Axel Bieler wird derzeit geprüft, ob der Täter in Untersuchungshaft kommen soll oder in eine Psychiatrie eingewiesen wird, berichtet die „Neue Presse“.

Ehepaar kam aus Togo nach Deutschland

Der Mann (41) konnte nach kurzer Flucht noch in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Er kam vor rund 20 Jahren aus Togo in Westafrika nach Deutschland, kurz darauf folgte ihm seine jetzt verstorbene Ehefrau. Beide wohnten seit vielen Jahren in Kiel. Auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zeigte sich geschockt:

Diese unfassbar grausame Gewalttat erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den beiden Kindern. Sie wurden vom Jugendamt in Obhut genommen und in eine sehr erfahrene Pflegefamilie gebracht.“

(Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer)

Warum brannte der Afrikaner seine Frau an? Auf der Suche nach dem Motiv der brutalen Tat tappen die Ermittler noch im Dunkeln. Bisher geht man von einer Beziehungstag aus. Die Polizei stellt sich auf „umfangreiche Ermittlungen ein“, so ein Sprecher.

In Togo herrscht Religionsfreiheit. Neben rund 35 Prozent Christen und 20 Prozent Muslimen hängt fast die Hälfte der Bevölkerung den alten Religionen Ga, Yoruba und Voodoo an, so „Wikipedia“. Ob dies für die Hintergründe der Tat von Relevanz ist, ist bisher nicht bekannt.

Vor aller Augen angebrannt

Zehn bis 20 Passanten wurden Augenzeugen, wie der 41-jährige Afrikaner, der seit rund 20 Jahren in Deutschland lebt und einen unbefristeten Aufenthaltstitel hat, seine 38 Jahre alte Ehefrau und Mutter seiner Kinder öffentlich in Brand steckte. Zeugen stoppten die hilflose in Flammen gehüllte Frau und versuchten sie mit Decken zu löschen.

Doch erst durch den Einsatz eines Feuerlöschers konnten die Flammen erstickt werden.

Das war eine gefühlte Ewigkeit, bis die Flammen aus waren.“

(Augenzeugin)

Eine Augenzeugin hatte zuvor bemerkt, wie der Mann die Frau anzündete, und war in die Klinik geeilt, um Polizei und Notarzt zu alarmieren. „Das werde ich meinen Lebtag nicht vergessen“, so die Augenzeugin. „Sie hat so geschrien.“

Ein Polizeisprecher erklärte: Man konnte nicht mehr erkennen, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt.“ Die letzten Worte der schwer verletzten Frau am Unfallort, als die Sanitäter sie in den Rettungswagen schoben, galten ihren Kindern als sie rief:

Meine Kinder, meine Kinder, was wird mit meinen Kindern?“

(Brandopfer, 38)

(Mit Material von afp und dpa)

https://www.youtube.com/watch?v=qJhhukiY-d0

 

 

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