Kurios: Flüchtiger Straftäter klagt Sozialhilfe ein – schriftlich

Epoch Times15. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:51
Der Mann wurde in NRW rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt und wird per Haftbefehl gesucht. Er befindet sich auf der Flucht. So weit nichts Ungewöhnliches. Nun klagte er vor Gericht - schriftlich - die Gewährung von Sozialhilfe ein. Die Richter zeigten wenig Verständnis.

"Nach Auffassung der erkennenden Kammer kann der Antragsteller seinen Lebensunterhalt ohne weiteres dadurch sichern, daß er der Ladung zum Strafantritt hinsichtlich der gegen ihn verhängten Freiheitsstrafe nachkommt, da in der Strafhaft der notwendige Lebensunterhalt vollständig gedeckt werden kann", schreibt die "Junge Freiheit" über die bizarre Geschichte.

Eine Gewährung von Sozialhilfe würde die bindende Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster zur Einfindung zum Haftantritt konterkarieren.

Wie die JF von einem Sprecher des Gerichts erfuhr, habe der Mann den Antrag schriftlich gestellt und dabei eine Adresse aus dem Kreis Borken angegeben, welche das Gericht auch sogleich der Polizei meldete. Ob der Mann dort wohnt, das spiele eigentlich keine Rolle, so der Sprecher.

Das Urteil zur Sozialhilfebeantragung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. (sm)

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