Kurz spricht Opfern einen Tag nach Messerattacke Mitgefühl aus – Merkel Berlin-Opfern nach einem Jahr

Epoch Times10. März 2018 Aktualisiert: 10. März 2018 15:11
Kanzlerin Merkel sprach den Opfern des Anschlages in Berlin ein Jahr nach der Tat ihr Mitgefühl aus. Dies sei "das mehr als traurige Zeugnis einer Nicht-Beziehung der Regierungschefin eines Landes zu dessen Bürgern," schreibt Tichys-Einblicke.

Bei zwei Messerattacken sind in Wien am Mittwochabend vier Menschen schwer verletzt worden.

Ein Afghane wurde festgenommen und gestand die Tat. Bei einer Befragung gab er an, drogenabhängig zu sein und in „schlechter aggressiver Stimmung“ gehandelt zu haben. Der 23-Jährige nannte außerdem „Wut auf seine gesamte Lebenssituation“ als Motiv, sagte ein Polizeisprecher.

Der Migrant gab zu, ein österreichisches Paar im Alter von 67 und 56 Jahren sowie dessen 17-jährige Tochter angegriffen zu haben. Danach habe er einen 20-jährigen Afghanen attackiert, bevor er festgenommen wurde.

Einen Tag später sprach Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz den Opfern der Messerattacken sein Mitgefühl aus.

Der Kanzler postete einige Tweets:

Die Webseite Tichys-Einblicke vergleicht die Reaktion von Kanzler Kurz mit der von Bundeskanzlerin Angela Merkel – nach dem Anschlag in Berlin.

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel dauerte es ein ganzes Jahr, bis sie sich an die Angehörigen und Freunde der Terrortoten und überlebenden Opfer des Terroranschlages in Berlin wandte,“ kritisiert die Zeitung.

Dies sei „das mehr als traurige Zeugnis einer Nicht-Beziehung der Regierungschefin eines Landes zu dessen Bürgern.“

Im Gegensatz dazu habe Kanzler Kurz am Tage nach der Attacke in Wien, „die gottseidank nicht so viele Opfer wie in Berlin hatte“, die richtigen Worte an die Opfer gerichtet, schreibt Tichy. Zudem habe Kurz auch über die Wurzel des Problems gesprochen – nämlich die falsche Migrationspolitik der EU.

Kurz betonte in seinen Tweets auch, die Fehler der vergangenen Jahre in der Migrations- und Asylpolitik beheben zu wollen. Zudem nannte er auch die Ursache vieler Probleme beim Namen – die unbegrenzte Zuwanderung.

„Auf einen Bundeskanzler, der seinen Pflichten ihnen gegenüber nachkommt und vergleichbar handelt, können die Bürger der Bundesrepublik Deutschland wohl erst nach dem Ende der Kanzlerschaft Merkel hoffen,“ resümiert Tichys-Einblick. (so/dpa)

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