Langes Arbeiten schadet nicht nur unserer Gesundheit

Von 21. Dezember 2010 Aktualisiert: 21. Dezember 2010 20:02

Immer mehr Beschäftigte klagen mit Zunahme der Arbeitszeiten über gesundheitliche Beschwerden. Eingeschränkt sei auch das Sozialleben in Hinsicht auf Familie, Kinder und Freizeit. Dies ergab eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Bei der Befragung ließ sich ein direkter Zusammenhang zwischen der geleisteten Arbeitszeit pro Woche und dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Herzbeschwerden erkennen. Verstärkt würden derartige Symptome durch Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten und Arbeitsschwere.

Auch in Deutschland ist Schichtarbeit kein Fremdwort. Die Arbeitszeiten werden immer flexibler. Abend- und Nachtarbeit sind an der Tagesordnung. Wissenschaftler vermuten schon seit längerem, dass es einen Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und gesundheitlichen Problemen geben muss. Die Studie der BAuA belegt eine Häufung gesundheitlicher Probleme, wenn die Arbeitszeit steigt.

Bei zwei Untersuchungen in Deutschland wurde festgestellt, dass jeder zehnte Befragte, der Teilzeit arbeitet, über Schlafstörungen klagt. Bei Vollzeitbeschäftigten, die zwischen 35 und 44 Wochenstunden arbeiten, trifft es bereits jeden fünften.

Bei Beschäftigten mit einer überdurchschnittlichen Arbeitszeit von mehr als 60 Stunden leidet sogar jeder vierte an Schlafbeschwerden.

Doch nicht nur das Wohlbefinden hängt von der Dauer der Arbeitszeit ab, sondern auch das Sozialleben, besonders wenn es um Familie, Kinder und Freizeit geht. Inwiefern die Arbeitsdauer mit Familie und Freizeit vereinbar ist, wurde ebenfalls in der Studie untersucht.

Bei den europäischen Umfragen wurde besonders deutlich, dass Arbeit zu ungünstigen Zeiten, wie an Wochenenden oder auch nachts sowie Schichtarbeit eine Verschlechterung der Vereinbarkeit von Beruf und Sozialleben hervorbringen kann.

Fazit: Mit langen Arbeitszeiten werden die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Freizeitgestaltung deutlich eingeschränkt. Längere Arbeitszeiten erschweren also das Leben außerhalb der Arbeit. Es müsste dem Ganzen mehr Beachtung geschenkt werden und nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht argumentiert werden, folgern die Autoren der Studie. Auf lange Sicht können nämlich die langen Arbeitszeiten genau das Gegenteil bewirken. Die Lohnkosten würden aufgrund höherer Krankenstände und minderer Produktivität steigen.

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