Lauterbach: GroKo muss sich um traumatisierte Flüchtlinge und Migranten kümmern

Epoch Times8. November 2018 Aktualisiert: 8. November 2018 17:35
Der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach hat die GroKo aufgefordert, sich mehr um traumatisierte Flüchtlinge und Migranten zu kümmern.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat die Große Koalition aufgefordert, sich mehr um traumatisierte Flüchtlinge und Migranten zu kümmern.

Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die jetzt traumatisiert in Deutschland leben, seien „eine unterschätzte Gefahr für die Betroffenen selbst und für die Bevölkerung“, sagte Lauterbach am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin.

Bisherige Schätzungen, dass bis zu 50 Prozent der Geflüchteten an Depressionen erkrankt seien, hält der SPD-Politiker für glaubwürdig.

Unter den Kindern könnten es 60 Prozent sein. „Da sind viele dabei, die sich langfristig unvorhersehbar entwickeln können“, warnte Lauterbach.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) müsse aufgrund dieser Gefahr mehr tun, damit es genug Therapieplätze gebe. Das aktuelle CDU-Kandidatenrennen könnte das verhindern, so Lauterbach. „Jetzt hat der Gesundheitsminister Sorge, etwas für Flüchtlinge zu tun, weil das seine Profilierung in dem Bereich gefährdet“, sagte er.

„Falls vom Ministerium nichts kommt, werden wir in der Großen Koalition da aktiv werden“, kündigte er an. Die SPD-Fraktion wolle sich des Themas annehmen. (dts)

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