Lehrerverband rät zu freiwilligem Sitzenbleiben – „großzügiges Vorrücken auf Probe“ auch möglich

Epoch Times6. April 2020 Aktualisiert: 6. April 2020 8:54
"Der Deutsche Lehrerverband rät betroffenen Eltern und Schülern, insbesondere wenn die bisherigen Leistungen sehr schlecht waren, ernsthaft zu prüfen, ob nicht ein freiwilliges Wiederholen sinnvoller ist, als mit massiven Wissenslücken aufzurücken", sagte der Präsident des Verbands, Heinz-Peter Meidinger, der "Bild" (Montagausgabe).

Schüler mit schlechten Leistungen sollen laut Deutschem Lehrerverband lieber freiwillig die Klasse wiederholen, als mit großem Rückstand die nächste Klassenstufe zu beginnen.

„Der Deutsche Lehrerverband rät betroffenen Eltern und Schülern, insbesondere wenn die bisherigen Leistungen sehr schlecht waren, ernsthaft zu prüfen, ob nicht ein freiwilliges Wiederholen sinnvoller ist, als mit massiven Wissenslücken aufzurücken“, sagte der Präsident des Verbands, Heinz-Peter Meidinger, der „Bild“ (Montagausgabe).

Seine Empfehlung gelte aber nur für Schüler, bei denen „bereits vor Corona solche Leistungsdefizite feststellbar waren, dass ein Erreichen des Klassenziels unwahrscheinlich gewesen wäre“, so Meidinger.

Das freiwillige Wiederholen habe in vielen Bundesländern auch den Vorteil, dass es nicht als Pflichtwiederholung gewertet werde, was ein nochmaliges Wiederholen einer Jahrgangsstufe ausschließen könne. Es müsse jedoch ebenso großzügige Versetzungsregelungen geben.

„Weil ja ansonsten Schülern, die sitzen zu bleiben drohen, die Chance genommen wird, sich zu verbessern und das Klassenziel noch zu erreichen.“ Da gebe es mehrere Umsetzungsmöglichkeiten, „z.B. großzügiges Vorrücken auf Probe, gegebenenfalls sogar für alle, die nach bisherigem Stand sitzengeblieben wären“.

In allen Bundesländern müssten die Schulen nun überlegen, „wie wir im nächsten Schuljahr durch zusätzliche Förderkurse, eigene Wiederholungsphasen und vielleicht auch vorübergehende Kürzung eventuell verzichtbarer Lehrplaninhalte und Konzentration auf das Grundwissen wieder in die Normalspur der Lehrplanerfüllung einschwenken können“, so der Lehrervertreter. (dts)

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