Leipzig: Sextäter stellt sich nach Öffentlichkeitsfahndung – Tunesier (29) sah sich im TV in der Straßenbahn

Von 25. März 2017 Aktualisiert: 25. März 2017 15:37
Nur einen Tag bestand die Öffentlichkeitsfahndung nach dem tunesischen Sex-Täter in Leipzig. Dann sah sich der Mann beim Straßenbahnfahren im TV und stellte sich der Polizei.

Am Morgen des 11. Dezember 2016 saß eine 39-jährige Frau in der Straßenbahn der Linie 16 im Leipziger Stadtteil Eutritzsch. Sie war an jenem Sonntagmorgen auf dem Heimweg, kam von der Nachtschicht. An der Haltestelle „St. Georg“ stieg sie aus. Ein Mann folgte ihr.

Dann sprach sie der Fremde in gebrochenem Deutsch an. Als die Frau weiter lief, packte sie der Mann, ein 29-jähriger Tunesier, drückte sie gegen ein Auto.

Dabei begrapschte er die 39-Jährige und nahm laut Polizei „sexuelle Handlungen“ an ihr vor, wie die „Bild“ berichtet.

Die Frau wehrte sich, konnte flüchten, wurde wieder eingeholt. Am Wölkauer Weg stieß sie der Sex-Täter gegen die Mülltonnen, worauf die 39-Jährige stürzte. Sogleich stürzte sich der Mann auf sie, versuchte sie zu vergewaltigen.

Aufgrund heftiger Gegenwehr konnte die Frau erneut flüchten. Eine Zeugin, die die lauten Hilferufe vernahm, eilte ihr zur Hilfe. Daraufhin ließ der Unbekannte von der Frau ab und flüchtete.“

(Polizeisprecherin Maria Braunsdorf)

Als die Frau Anzeige gegen den Mann erstattete, zeigte ihr die Polizei einige Bilder der Überwachungskamera aus der Straßenbahn. Sie erkannte den Angreifer wieder, das Foto ging am Freitag in die Öffentlichkeitsfahndung, unter anderem ins Fahrgastfernsehen der LVB.

Wenige Stunden später gab der Tunesier auf. Er wurde festgenommen.

Er saß in der Straßenbahn und hatte die Öffentlichkeitsfahndung im LVB-Fernsehen gesehen.“

(Polizeisprecher Uwe Voigt)

Voigt bedankte sich am heutigen Samstag bei der „Bevölkerung, die schon über soziale Netzwerke Hinweise zu einem möglichen Aufenthalt des Gesuchten gegeben hatte“.

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