Leverkusen: Massenschlägerei verhindert – 200 jungen Migranten, Flüchtlinge und Deutsche mit Migrationshintergrund

Von 6. April 2017 Aktualisiert: 6. April 2017 10:28
In der Leverkusener Innenstadt wollten sich am Dienstagabend zwei Gruppen von Männern prügeln. Schlagwaffen und mit Sand gefüllte Handschuhe wurden beschlagnahmt, zehn Personen verhaftet.

Dienstagabend, 4. April 2017, am Busbahnhof in der Innenstadt von Leverkusen: Gerade noch rechtzeitig konnte die Polizei eine gewalttätige Auseinandersetzung von zwei Personengruppen verhindern. Passanten hatten die Polizei über die verdächtigen Ansammlungen informiert.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatten sich rund 200 Personen zu einer Massenschlägerei verabredet, berichtet die „Rheinische Post“.

Der Großeinsatz der Polizei konnte dies jedoch verhindern. Zehn Personen wurden verhaftet, stumpfe Schlagwaffen und mit Sand gefüllte Handschuhe wurden konfisziert. Schusswaffen wurden bei dem „Treffen“ nicht gefunden.

Migrationshintergründe und Flüchtlinge

Bei Kontrollen verschiedener, etwa 20 Personen umfassende Männergruppen in den Stadtteilen Rheindorf, Opladen und Wiesdorf, wurden Teleskopschlagstöcke, weitere mit Sand gefüllte Handschuhe sowie ein Messer und eine Schreckschusspistole gefunden.

Gegen 100 der Männer wird nun ermittelt. Es gehe um den Verdacht des schweren Landfriedensbruchs. 111 Personen wurden kontrolliert, davon 64 Minderjährige. Die Hälfte der Personen waren Deutsche mit Migrationshintergrund, der andere Teil mehrheitlich Türken, Syrer und Iraker, so die „Rheinische Post“. Teilweise kamen die jungen Männer aus umliegenden Städten angereist.

Es hat am Sonntag in Leverkusen eine kleinere Schlägerei zwischen zwei Personen und deren Kumpels gegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die Konfliktparteien dann über WhatsApp für Dienstagabend verabredet haben.“

(Polizeisprecher)

Allein am Bahnhof Wiesdorf hätten Polizei und Bundespolizei am Dienstagabend 80 gewaltbereite Männer unter Kontrolle bringen müssen, meldet der „Kölner Express“. Viele der Kontrollierten hatten Migrationshintergrund.

Die Motive der geplanten Auseinandersetzung sind noch unklar, sollen aber nicht politischer Art sein, so die Polizei.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN