Libyscher Einbrecherkönig von Chemnitz sieht Abschiebung entgegen

Epoch Times13. November 2015 Aktualisiert: 13. November 2015 19:51
Er war nur zwei Jahre in der sächsischen Großstadt Chemnitz, doch seine kriminelle Karriere war eine ganz steile. Er galt als der schlimmste Einbrecher der Stadt. Jetzt haben die Bewohner erst einmal Ruhe, er sitzt hinter Gittern. Anschließend geht es zurück in die Heimat.

Zobeda A. (34) hatte in den zwei Jahren seines Deutschlandaufenthaltes mindestens 56 Straftaten begangen. Er war nicht nur Einbrecher und Dieb, sondern auch drogenabhängig. Mit seinen Raubtouren finanzierte der Computeringenieur seinen Crystal Meth-Konsum, indem er die Beute seinem Dealer weitergab: "Dafür habe ich täglich bis zu anderthalb Gramm Crystal bekommen." Dabei ging der Libyer keinesfalls zimperlich mit Zeugen um. Wurde er mal erwischt, bedrohte er die Opfer mit Messer und Schraubenschlüssel, schreibt die MOPO24. Zuletzt hatte der Täter einen 31-jährigen Zeugen auf der Flucht mit einem Cuttermesser am Finger verletzt. Auf Fotos wirkt er eher ausgelaugt, doch die Sucht trieb ihn zu immer neuen Straftaten. [Foto]

Haftstrafe plus Geldbuße im Juli

Sechsmal besuchte er seit 2014 den Amtsrichter. Im Juli wurde er zu zwei Jahren und zehn Monaten verknackt. Der Libyer war geständig, entschuldigte sich und verpfiff noch seinen deutschen Dealer, was ihm ein milderes Urteil einbrachte. Dabei ging es dem umtriebigen Kriminellen wohl nicht um Reue, sondern um möglichst unter den drei Jahren zu bleiben, um eine Ausweisung zu verhindern. Neben der Haftstrafe bekam er ein Bußgeld in Höhe von 2.240 Euro auferlegt, was ihm letztendlich zum Verhängnis wurde. Er konnte nicht zahlen.

Hafterhöhung und Abschiebung

Jetzt hob Richterin Gudrun Trautmann das Urteil vom Juli auf und erhöht auf drei Jahre und drei Monate. Dadurch greift der Paragraph 53 des Aufenthaltsgesetzes, der bei einer rechtskräftigen Verurteilung von mindestens drei Jahren eine Ausweisung vorschreibt. Damit dürfte in den Stadtteilen Bernsdorf, Hilbersdorf, Sonnenberg, im Schlossgebiet und eigentlich in ganz Chemnitz, so mancher Haushalt aufatmen. Monatelang hatte Ganove die Stadt terrorisiert. (sm)

Crystal Meth: Kurzform von "Crystal Methamphetamine", ein Amphetamin, eine nicht-halluzinogene eurphorisierende Droge, die nach "Mehr" verlangt. Andere Namen in der Discoszene sind "Ice", "Glass" usw. Müdigkeit, Hunger und Schmerz werden unterdrückt und kurzzeitig Stärke und Selbstvertrauen suggeriert. Die Folgen des Konsums sind Persönlichkeitsveränderungen, Psychosen und Paranoia. Die Droge gilt als extrem suchterzeugend und braucht schnell die Körperreserven auf. Viele berichten, dass sie gleich beim ersten mal abhängig wurden. Alles dreht sich nur noch ums "Beschaffen". [Quelle]

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