Linke drohen mit Aktionen, Gastwirt hatte Raum an AfD vermietet

Epoch Times21. November 2015 Aktualisiert: 21. November 2015 19:05
Ein bayerischer Gastwirt vermietete regelmäßig Räumlichkeiten an die Partei Alternative für Deutschland (AfD). Jetzt bekam er eine Droh-E-Mail von einer linksradikalen Gruppe. Er solle das unterlassen, sonst werde man mediale und aktionistische Antworten finden. Doch der Wirt ließ sich nicht einschüchtern, schrieb ihnen freundlich zurück, bot der Gruppe sogar eine Diskussionsrunde an, doch ohne Erfolg.

Es ist schon eines Krimi würdig, was sich dieser Tage in der Bundesrepublik Deutschland abspielt. Neben Grabenkämpfen in der hohen Politik, Terrorgefahr und Migrantenkrise, zeigt sich die gesamtdeutsche Dramatik auch im Detail. In diesem Fall wurde ein Regensburger Gastwirt von einer linksradikalen Gruppe mit Maßnahmen bedroht. Die Aktivisten mit dem bezeichnenden Namen "Anita F", was wohl ein Anagramm zu "Antifa" darstellen soll, hatten dem Gewerbetreibenden in einer E-Mail vorgeworfen, dass er Räumlichkeiten des Gasthauses "Prüfeninger Schlossgarten" an die AfD-Partei vermietet habe. Doch Axel Franke ließ sich nicht einschüchtern und ging den Schritt nach vorn.

Gastwirt gegen pauschale Ausgrenzung der AfD

In dem Schreiben wurde dem Wirt mitgeteilt, dass er es sich überlegen könne, weiterhin die "Herrschaften" zu beherbergen oder mit medialen Veröffentlichungen und Protesten vor der Gaststätte zu rechnen. Weiter schrieb die Gruppe: "Seien Sie versichert, wir werden es weiterhin im Fokus haben, ob sich die AfD weiterhin in Ihrer Gaststätte trifft, oder nicht. Sollten Sie uns anlügen oder sonst irgendwie hintergehen, werden wir das medial und auch aktionistisch beantworten", zitierte die "Mittelbayerische Zeitung" aus der Drohschrift. Unterzeichnet war die anonyme Mail mit "Lukas". [Das Schreiben]
Jemanden auf etwas hinweisen sei O.K., aber jemanden zu bedrohen, das ging dem Wirt zu weit. Er antwortete den Aktivisten und ging gleichzeitig an die Presse. Auch schickte er die Droh-Botschaft der AfD Bayern zu, die sie auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte. Das wiederum überraschte die linke Gruppe, die nach eigenen Aussagen nur sensibilisieren wollte. Vielleicht hätten sie dazu einfach den letzten Teil der Mail, der die Drohung enthielt, weglassen sollen. Nun jedenfalls ging der Schuss nach hinten los. Aufgrund der Veröffentlichung bei AfD Bayern bekamen Mitglieder der Gruppe sogar Morddrohungen, schreibt die MBZ weiter. Auch ruderten die Schreiber ein wenig zurück: "Diese Mail ist vielleicht ein bisschen schärfer formuliert, sie war aber nicht als Drohung gemeint, sondern von uns aus nur ein Hinweis", so Markus Wagner von Anita F.

Franke bietet Linken Diskussion mit der AfD an

Der Wirt bestreitet im übrigen eine Sympathisierung mit der AfD. "Für mich ist das vollkommen uninteressant", zitiert die Zeitung den Betreiber des Schlossgartens. "Wir haben bei uns fast alle Parteien zu Gast", so Franke. Für ihn sei die AfD eine demokratisch gewählte Partei und als solche wolle er sie nicht mit Neonazis über einen Kamm scheren und ausgrenzen. In seinem Antwortschreiben bot er der Gruppe die Organisation einer Podiumsdiskussion an. Doch daran hatten die jungen Linken kein Interesse. [Antwortschreiben]
"Es ist eine komische Situation, dass die Antifa jetzt behauptet, ich verhalte mich rechtslastig", sagt der Gastwirt in der MDZ. "Aufgrund von mündlichen Verdächtigungen kann ich jedenfalls noch niemanden rauswerfen." Es gab wohl auch bei den bisherigen Veranstaltungen keine Anzeichen für nationalsozialistische Äußerungen. Wenn es einen Beweis für solches gäbe oder er selbst Zeuge von verfassungsfeindlichen Äußerungen werde, würde er denjenigen rausschmeißen, versicherte Franke. (sm)

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