Linken-Abgeordneter schleuste Afrikaner: Wendt kritisiert Klar-Arbeitgeber Dehm

Von 12. September 2016 Aktualisiert: 12. September 2016 17:58
Scharfe Kritik erntete der Abgeordnete Dehm für das Schleusen eines Afrikaners zu dessen Vater nach Deutschland. Nun muss er mindestens mit einer Geldstrafe rechnen.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm hat einen afrikanischen Flüchtling nach Deutschland geschmuggelt. Laut „Bild“-Bericht habe er ihn auf der Reise von Italien nach Deutschland in seinem PKW versteckt. Zuvor habe der Afrikaner ein paar Tage in seinem Ferienhaus am Lago Maggiore verbracht.

Dehm hatte den Afrikaner in seinem Auto von Italien bis an die deutsch-schweizerische Grenze gebracht. Dort übergab er ihn an einen Flüchtlingshelfer. Dabei soll der Flüchtling nicht von Beamten registriert worden sein.

Herkunft des Afrikaners: „Aus einem Bürgerkriegsland“

Bei dem Afrikaner soll es sich um einen jungen Mann aus einem Bürgerkriegsland handeln. Eine Flüchtlingshelferin habe Dehm um Hilfe gebeten. Der junge Mann sei nach dem Tod seiner Mutter über das Mittelmeer geflohen, um zu seinem Vater zu kommen. Dieser lebt bereits seit einiger Zeit in Deutschland.

Scharfe Kritik von Polizei-Gewerkschafts-Chef – Dehm: „Ich bin mit mir im Reinen“

Der Fall zeige auf erschreckende Weise, wie ein gewählter Parlamentarier die Rechtsordnung verachte, kommentierte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, das Vorgehen Dehms gegenüber der Bild-Zeitung. Sein Handeln erfülle vermutlich den Straftatbestand der Schleusung und müsse entsprechend mit bis zu zehn Jahren Haft geahndet werden. Flüchtlingen sei mit solchen Aktionen gar nicht geholfen, betonte Wendt.

Zu „Bild am Sonntag“ sagte Dehm: Ja, er habe einen jungen Halbwaisen aus Afrika von Italien aus über die Grenze nach Deutschland zu seinem Vater gebracht. Mit sich sei er aber im Reinen, so Dehm auf die Frage danach, ob er illegal gehandelt habe.

Offenbar im Kofferraum geschmuggelt

Mehr will er zu den Umständen des Grenzübertritts nicht sagen. Auf seiner Facebook-Seite ist allerdings ein Bild eingestellt, auf dem ein dunkelhäutiger Mann im Kofferraum eines Autos liegt.

Nun muss der Linke-Politiker mit juristischen Konsequenzen rechnen. Wegen Beihilfe zur illegalen Einreise drohe ihm eine Geldstrafe. Während er weiteres über die Umstände des Grenzübertritts zurückhält.

Bereits Christian Wulff beherbergt

Dehm war wegen der Beschäftigung von Ex-Terroristen Christian Klar in seinem Büro in die Schlagzeilen geraten. Auch wegen seiner Äußerung, die Deutsche Bank sei ein Krebsgeschwür. Der Politiker war als Musikproduzent („1000 und eine Nacht“) zu einem Millionen-Vermögen gekommen, weiß die Bild-Zeitung. Im Haus am Lago Maggiore hat er einst Ex-Bundespräsident Christian Wulff nach seinem Rücktritt beherbergt.

 

 

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