Linksextremer Anschlag auf Facebook-Zentrale in Hamburg

Epoch Times14. Dezember 2015 Aktualisiert: 14. Dezember 2015 19:26
Am Samstag griffen linke Radikale die Hamburger Zentrale von Facebook an. Die Vermummten konnten trotz eingeleiteter Fahndung entkommen. Einen Tag später wurde auf einer linksextremen Internetseite ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

Am Samstagabend gegen 21 Uhr warfen 15 bis 20 schwarz gekleidete und vermummte linke Schmutzteufel Steine und mit Farbe gefüllte Einmachgläser auf die Fassade, Eingangstür und Fensterscheiben der Facebook-Zentrale in der Caffamachaerreihe 7 in Hamburg. Außerdem zündeten sie Rauchbomben im Eingangsbereich.

Bei dem Vandalenakt wurden Fensterscheiben und die Eingangstür beschädigt, sowie Fassenden beschmiert, u.a. mit "Facebook dislike". Unbestätigte Zeugenaussagen sprachen auch von gleichlautenden verbalen Parolen bei der "Erstürmung" des Gebäudes.

Verletzt wurde niemand. Es arbeiteten zu diesem Zeitpunkt kaum Menschen im Gebäude. Die Höhe des Sachschadens ist unbekannt. Die Polizei fahndete ergebnislos mit 14 Streifenwagen nach den Tätern. Der Staatsschutz hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Bekennerschreiben mit Verschwörungs-Charakter

Am Sonntag prahlte eine linke Gruppe auf der linksextremen Internetseite "Links unten" mit der Tat und bekannte sich zu der Attacke, so die MOPO Hamburg. Über die Motive der Täter steht im Bekennerschreiben, dass sie die "Lenkungsmacht" des sozialen Netzwerks bemängeln würden. Eine solche Macht würde "man" keiner staatlichen Behörde widerstandslos einräumen.

Daneben wurde Facebook vorgeworfen, dass deren Chef Mark Zuckerberg junge Frauen dazu drängen würde, ihre Mutterschaft auf die Lebensjahre jenseits von 40 zu verdrängen, damit man sie "länger ausbeuten" könne, so das Schreiben.

Das Schreiben endet mit Aufforderungen an Anhänger und Parolen wie "gegen jede Herrschaft" und "für die Autonomie".

Verfassungsschutz über Linksextremisten

Das Bundesamt für Verfassungsschutz zählte im Jahr 2014 in Deutschland rund 27.200 linksextremistische Personen, wovon etwa ein Drittel oder 7.600 dem gewaltbereiten Spektrum zugeordnet werden. Der Verfassungsschutz schreibt dazu: "Linksextremisten richten ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Vorstellungen aus und streben anstelle der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung ein sozialistisches bzw. kommunistisches System oder eine „herrschaftsfreie“ anarchistische Gesellschaft an. Hierzu bringen sie sich in gesellschaftliche Proteste ein und versuchen, diese in ihrem Sinne zu instrumentalisieren." [HIER:]

"Der seit Jahren erkennbare Trend, gewalttätige Angriffe auf Vertreter des Staates als Teil des „Repressionsapparates“ und hier vornehmlich auf Polizisten durchzuführen, hält weiterhin an. Träger linksextremistischer Gewalt sind ganz überwiegend Autonome. Sie üben Gewalt als Straßenmilitanz und als klandestine (im Verborgenen geplante und durchgeführte) Aktionen, vor allem Brandstiftungen und Sachbeschädigungen aus", so der Internetauftritt des Bundesamtes. "Bei Demonstrationen bilden Autonome mitunter einen ‚Schwarzen Block‘, von dem oftmals Gewalt – vor allem gegen die eingesetzten Polizeikräfte – ausgeht", wie im Video zu sehen ist. (sm)

https://youtube.com/watch?v=C7_X1E4oUlM

Siehe auch:

Leipzig-Krawalle: Politologe kritisiert Umgang mit linker Gewalt

AfD geißelt "stiefmütterliche Behandlung linksextremistischer Gewalt"

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