Breitscheidplatz nach Anschlag auf WeihnachtsmarktFoto: über dts Nachrichtenagentur

LKW-Anschlag Berlin: Bisher nur drei Opfer identifiziert – Warum so ein langer Prozess?

Von 23. Dezember 2016 Aktualisiert: 24. Dezember 2016 7:59
Es sind bereits drei Tage seit dem schrecklichen LKW-Anschlag in Berlin vergangen. Die Identifizierung der Opfer dauert allerdings ungewöhnlich lange. Bisher sind nur von drei der Toten die Identitäten bekannt.

Es sind bereits drei Tage seit dem schrecklichen LKW-Anschlag in Berlin vergangen. Der Terrorakt, der mit großer Wahrscheinlichkeit von dem Tunesier Anis Amri durchgeführt wurde, hatte 12 Menschen das Leben gekostet.

Die Identifizierung der Opfer dauert allerdings ungewöhnlich lange. Bisher sind nur von drei der Toten die Identitäten bekannt.

Wie „Focus“ berichtet und sich damit auf Erklärungen des Bundeskriminalamtes bezieht, werden vor Ort alle Befunde erhoben, die zu einer Identifizierung beitragen können. Hierzu gehörten die Abnahme der Fingerabdrücke und die genaue Auflistung der an den Toten festgestellten Schmuck- und Bekleidungsstücke.

Hinzu kämen dann die rechtsmedizinische Befunderhebung zur Erstellung einer ausführlichen Personenbeschreibung sowie die Feststellung besonderer Körpermerkmale. Zusätzlich würden Gewebeproben für eine DNA-Analyse entnommen.

Wie „Focus“ weiter berichtet, werden parallel zu den Untersuchungen am Unglücksort im BKA Wiesbaden Vergleichsunterlagen wie die DNA, der Zahnstatus oder Fingerabdruckspuren möglicher Opfer über die zuständigen nationalen und internationalen Polizeidienststellen eingeholt. Vor Ort werden sie mit den erhobenen Befunden verglichen.

Nur wenn es eine Übereinstimmung bei Zahnstatus, Fingerabdrücken oder DNA-Spuren gebe, sowie keine Zweifel bei anderen körperlichen Auffälligkeiten wie zum Beispiel Tätowierungen, dann gilt das Opfer als identifiziert.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion