Maischberger-Eklat: „Tote (Flüchtlings-) Kinder sind Folge von Merkels Politik“

Epoch Times4. November 2015 Aktualisiert: 4. November 2015 18:40
Provokation und harter Ton sind bei "Menschen bei Maischberger" schon Normalität geworden, gehören auch zum Konzept der Sendung. Der slowakische Abgeordnete Richard Sulik macht da keine Ausnahme. Er bezichtigt die Bundeskanzlerin indirekt für den Tod der ertrunkenen Kinder in der Ägäis verantwortlich zu sein.

Der Maischberger-Talk am Dienstag, den 3. November hatte sich ein brisantes Thema zum Motto gemacht: "Das Flüchtlingsdrama – Versagt die Große Koalition?". Auf spannende Gespräche freuten sich die geladenen Gäste Ralf Stegner (SPD-Vize), Stephan Mayer (CSU-Sprecher), der ehemalige Bundesminister Norbert Blüm, die TAZ-Journalistin Bettina Gaus ("Beim Thema Flüchtlinge bin ich mit Angela Merkel solidarisch. Einschränkungslos") und der Europaabgeordnete der Slowakai und frühere slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik.

Der liberale Politiker Sulik vertritt die Auffassung, dass es keine Pflicht gebe, Flüchtlinge aufzunehmen. Er fordert zentrale Auffanglager außerhalb der EU, in Afrika und Syrien, zum Beispiel. Dabei solle es eine Selbstbestimmung der Länder geben, wem sie Asyl gewähren wollen. In der Sendung machte Sulik die Kanzlerin indirekt für die Toten im Mittelmeer verantwortlich: "Hundert tote Kinder sind eine Folge der humanistischen Politik", meldete die Huffingtonpost. Er bezichtigte Merkel des Verfasungsbruchs, denn Staaten hätten ihre Bürger zu schützen, auch vor Migranten, vor allem, wenn es sich um junge muslime handele.

Mit seinem Polit-Gegenüber Stegner hatte sich der Slowake auch bald in den Haaren. Er warf dem Bundesvize der SPD "Populistengelaber" vor, was von Stegner eiskalt abgekontert wurde: "Ihr Urteil ist mir völlig schnurz, wenn es um Menschen geht", schreibt die Zeitung weiter. Blüm und Stegner warfen Sulik dann vor, für das "Egoisten-Europa" zu stehen. Nur der CSU-Politiker Mayer wagte vorsichtige Untestützung für Suliks Aussagen. 

Die Huffingtonpost sieht als bestes Zitat des Abends jenes des zweiten Bürgermeisters von Wegscheid an. Lothar Venus wurde per Live-Übertragung in die Sendung geschaltet. Er sprach von der dringlichen Situation, die Migranten über den Winter zu bekommen. Für das Gerede der Politiker hatte er nur einen Satz: "Wenn ich die Streitereien höre, wird mir ganz schlecht." (sm)  [ganze Sendung]

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