Marburg: Fäuste, Reizgas, Messerstiche – Zeugenbefragung nach Massenschlägerei von Flüchtlingen vor Uni-Mensa

Von 11. Oktober 2017 Aktualisiert: 11. Oktober 2017 17:28
Rund 40 Flüchtlinge und Asylbewerber prügelten sich an den Lahnterrassen vor der Uni-Mensa in Marburg. Die Polizei berichtete von Verhafteten und Verletzten.

Nach der Massenschlägerei vom Montagabend befragt die Polizei Marburg derzeit weitere Tatbeteiligte und Augenzeugen der Auseinandersetzung zwischen zwei größeren Männergruppen. Laut einer Sprecherin der Polizei am Mittwoch gehe es derzeit darum, weitere mögliche Beteiligte zu ermitteln, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ dazu.

Montagabend, 9. Oktober, gegen 19.35 Uhr: Auf dem Vorplatz der Mensa der Universität Marburg am Erlenring gingen zahlreiche Männer aufeinander los.

An der Schlägerei nahmen etwa 40 Personen teil. Nach derzeitigen Erkenntnissen handelt es sich bei den Beteiligten ausschließlich um Asylbewerber bzw. Flüchtlinge.“

(Polizeibericht)

Anfangs prügelten und traten nur zwei Männer aufeinander ein. Doch im weiteren Verlauf mischten sich immer mehr Begleiter der beiden Kontrahenten ein und die Situation geriet zunehmend außer Kontrolle, wobei auch Reizgas und Messer eingesetzt wurden.

Die Polizei war mit insgesamt neun Streifenwagen aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und Gießen im Einsatz.

Im Rahmen der Ermittlungen konnten die Beamten vor Ort zwei 18 Jahre alte, aus Syrien stammende Beteiligte vorläufig festnehmen. Der 19-jährige Afghane (Stichverletzung Oberschenkel) sowie ein 16-jähriger Landsmann (Kopfverletzungen) wurden mit einem Rettungswagen in die Uni-Klinik transportiert.“

(Jürgen Schlick, Polizeisprecher)

Die wild gewordenen Männer hatten zudem eine nahe Parkbank zerstört um mit einer dabei herausgerissenen Latte aufeinander eingeprügelt, wie die Polizei Marburg weiter berichtet.

Die Hintergründe der Massenschlägerei mit rund 40 Beteiligten vor der Uni-Mensa sind derzeit noch unklar. Hinweise zum Geschehen nimmt die Polizei Marburg unter Telefon 06421 / 4060 entgegen.

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