Minden: Kurden-Clan greift Polizisten an – Streifenwagen aus gesamtem Kreisgebiet eilen zu Hilfe – Mehrere Verletzte

Von 3. March 2017 Aktualisiert: 4. März 2017 15:44
Nachdem die Polizei einem telefonischen Hinweis folgte und den Übergriff einer Männergruppe auf einen 25-jährigen Mann verhindern konnte, wurden sie selbst zum Opfer der Angreifer, die zudem zahlreich hinzueilende Verstärkung erhielten. Erst als mehr als ein Dutzend Streifenwagen den in der Klemme sitzenden Beamten zu Hilfe eilten, flüchteten die Angreifer. Ein Teil konnte festgenommen werden.

Am Mittwoch ging bei der Polizei Minden-Lübbecke ein telefonischer Hinweis auf eine bevorstehende Auseinandersetzung ein. Daraufhin rückten zunächst zwei Streifenwagen zur Hoffstraße aus. Als die Beamten dort eintrafen, bemerkten sie einen BMW vor einem der Häuser stehen. Ein 25-jähriger Mann stieg aus.

Sofort wurde er durch eine Gruppe von acht bis zehn Personen attackiert. Die Polizisten schritten ein und nahmen drei der Angreifer fest, als plötzlich weitere zehn bis 15 Personen aus Richtung der Domstraße auftauchten und die Beamten angriffen und die Festnahme zu verhindern versuchten.

Dabei wurde einem Polizisten in den Rücken getreten und die anderen Beamten wurden mit Faustschlägen traktiert. Sie mussten sich mit Schlagstock und Pfefferspray verteidigen. Mehrere Frauen mit Kindern des Familienclans befanden sich während der Auseinandersetzung auf der Straße und schrien währenddessen lautstark, so die Polizei.

Mehr als ein Dutzend Einsatzwagen aus dem gesamten Kreisgebiet eilten ihren Kollegen zur Hilfe.“

(Polizeibericht)

Mehrere der Personen flüchteten. Sechs Männer im Alter von 17 bis 46 Jahren wurden noch vor Ort festgenommen. Später stellte sich ein 55-Jähriger auf der Polizeiwache.

Vier der Festgenommenen hatten leichte Verletzungen durch das Pfefferspray erlitten. Ein 46-Jähriger wurde vorübergehend in eine Klinik zur Behandlung gebracht. Auch vier Polizisten wurden leicht verletzt.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Tatverdächtigen am Donnerstag bereits wieder laufen gelassen, da Haftgründe fehlten. Gegen sie wird wegen des Vorwurfs des Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Polizeibeamte und der Gefangenenbefreiung ermittelt.

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