Polizeiabsperrung in Chemnitz nach dem Fund von „explosiven Material”. Der Sprengstoff wurde dem bereits verstorbenen Syrer und Terrorverdächtigen Jaber Albakr zugeschrieben.Foto: HENDRIK SCHMIDT/AFP/Getty Images

„Meine Reaktion als Araber ist Rache“: Albakrs-Bruder droht „Helden von Leipzig“

Epoch Times15. Oktober 2016 Aktualisiert: 15. Oktober 2016 16:06
"Meine Reaktion als Araber ist Rache," sagt Jaber Albakrs Bruder im Interview mit der Deutschen Welle. Er ist davon überzeugt: Sein Bruder war kein Terrorist. Er will sich an den Syrern die seinen Bruder den Behörden übergaben rächen. Und die deutsche Polizei verklagen.

Der terrorverdächtige Syrer Jaber Albakr wurde in der vergangenen Woche verhaftet. Danach ist der 22-Jährige in einem Leipziger Gefängnis unter strengster Bewachung ums Leben gekommen. Von offizieller Seite heißt es, er habe sich mit einem T-Shirt erhängt. Der Fall löste Empörung und Kritik aus.

Die drei syrischen Flüchtlinge die Albakr in einer Wohnung angeblich überwältigten und dann gefesselt der Polizei auslieferten, beschuldigte Albakr vor seinem Tod als Mitwisser. Die Syrer, die in den Medien und in der Politik als die „Helden von Leipzig“ gefeiert wurden, bestritten den Vorwurf. Ob die Angaben stimmen, bleibt nach Albakrs Tod ungeklärt.

Alaa Albakr will Rache üben

Nun meldet sich Albakrs Bruder in einem Interview mit der „Deutschen Welle“ (DW). Dort sprach Alaa Albakr eine Drohung gegenüber den Männern aus, die seinen Bruder der Polizei übergaben.

„Meine Reaktion als Araber ist Rache.“ Auf die Frage des Reporters, was er damit meinte, sagte er: „Du verstehst schon. Ich habe nichts weiter dazu zu sagen. Ich werde als Flüchtling kommen.“

Alaa Albakr betonte, von der Unschuld seines Bruders überzeugt zu sein. Er habe ihn erzogen und wisse wie er sei. „Er ist kein Terrorist,“ so Alaa.

„Jaber war kein Terrorist“

In Deutschland agierende Imame hätten zwar versucht ihn zu radikalisieren, doch dies sei ihnen nicht gelungen, so der Bruder von Jaber Albakr weiter. Denn hätten sie es geschafft, wäre er wohl nach Syrien in den Dschihad gezogen und nicht mehr zurückgekehrt. Zudem fordert Alaa Albakr die Herausgabe des Leichnams seines Bruders.

Im Interview mit „DW“ betonte er auch, Schritte gegen die sächsischen Behörden einzuleiten: „Ich versichere, dass Jaber kein Terrorist war und kein IS-Mitglied. Und die deutsche Polizei hat ihn getötet. Ich will die Polizei verklagen in Deutschland, im Bundesland Sachsen.“

Alaa Albakr lebt mit seinen Eltern und sieben Geschwistern in der Nähe von Damaskus, Syrien. Sein Bruder Jaber sei als Märtyrer gestorben, sagt er „DW“ und die Familie sei stolz auf ihn.


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