„Nazi-Schlampe“: Satiriker Ehring beschimpft AfD-Kandidatin Weidel (VIDEO) – AfD plant Strafanzeige

Von 2. May 2017 Aktualisiert: 2. Mai 2017 13:12
"Beleidigend und verleumderisch" findet die AfD einen Beitrag von Kabarettist Christian Ehring über die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Hier das Video, in dem er sie als "Nazi-Schlampe" beschimpft.

Christian Ehring, Moderator und Kabarettist der öffentlich-rechtlichen Unterhaltungssendung „extra3“ nannte die AfD-Bundestagskandidatin Alice Weidel eine „Nazi-Schlampe“. Die Partei will nun Strafanzeige erstatten.

Die ARD sendete den über eine Viertelstunde langen Beitrag über die Oppositionspartei. In dem Beitrag wurde ausgiebig die „Nazi-Keule“ geschwungen, berichtet die Newsseite „Unzensuriert“.

Zum Einstieg benutzte der Moderator ein Zitat von Weidel, das er einspielen ließ [27:00]:

Denn die politische Korrektheit gehört auf den Müll der Geschichte!“

(Alice Weidel, AfD-Bundesparteitag in Köln)

Ehrings stellte in seiner Antwort dem Begriff „politische Korrektheit“ das Adjektiv „unkorrekt“ gegenüber. Und herauskam:

Jawohl, Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein, da hat die Nazi-Schlampe doch recht! War das unkorrekt genug? Ich hoffe.“

(Christian Ehring, Moderator)

Weidel habe einen „klaren Fahrplan für den Endsieg“, meinte er weiter.

Hier das Video:

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) erwägt nun, gegen den Moderator juristisch vorzugehen. Der Fall wurde dem Medienanwalt der AfD übergeben, so der „Deutschlandfunk“. Die Prüfung soll voraussichtlich am Dienstag vorliegen. Parteisprecher Christian Lüth geht davon aus, dass es zur Klage kommt, berichtet der „Spiegel“. Die Aussagen von Ehring seien „beleidigend und verleumderisch“ und verletzten die Persönlichkeitsrechte von Alice Weidel, ist man in der AfD der Ansicht.

Die Grenzen von Satire verlaufen dort, wo es sich nur noch um zusammenhanglose, verletzende Beleidigungen handelt.“

(Christian Lüth, AfD-Sprecher)

Wie eine Sprecherin des NDR dem „Spiegel“ sagte, sehe man einer Klage „gelassen entgegen“.

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