Angela Merkel.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Merkel kondoliert nach Sri-Lanka-Anschlägen

Epoch Times21. April 2019 Aktualisiert: 21. April 2019 12:27

Nach der Anschlagserie in Sri Lanka am Ostersonntag mit zahlreichen Toten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem Präsidenten des Inselstaats, Maithripala Sirisena, kondoliert.

„Mit Trauer und Entsetzen habe ich von den schweren Anschlägen auf Hotels und Kirchen in Sri Lanka erfahren, die zahlreiche Opfer gefordert haben“, schrieb sie am Sonntagmittag.

Es ist schockierend, dass Menschen, die sich versammelt hatten, um gemeinsam das Osterfest zu begehen, ein bewusstes Ziel dieser hinterhältigen Angriffe waren.“

In dieser schweren Stunde trauere man mit den Hinterbliebenen und bete für die schnelle Genesung der Verletzten. „Religiöser Hass und Intoleranz, die sich heute auf so schreckliche Weise manifestiert haben, dürfen nicht siegen“, so Merkel weiter.

Unterdessen wurden die Verantwortlichen für die Anschläge offenbar identifiziert. Das teilte der für Verteidigung zuständige Minister des Inselstaats, Ruwan Wijewardene, am Sonntagnachmittag mit.

Es handele sich um „extremistische Gruppen“, sagte er vor Journalisten, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor hatte die Regierung Sri Lankas eine Ausgangssperre angekündigt. Diese soll von 18 Uhr Ortszeit (14:30 Uhr deutscher Zeit) bis Montag um 6 Uhr andauern.

Durch die insgesamt acht Explosionen am Ostersonntag kamen aktuellen Angaben zufolge mindestens 187 Menschen ums Leben. Knapp 500 weitere Personen wurden bei den Anschlägen verletzt. Die ursprüngliche Anschlagserie hatte sich gegen drei Kirchen in verschiedenen Gegenden des Inselstaats sowie drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo gerichtet.

Die Detonationen in den Kirchen ereigneten sich während der Ostermessen. Unter den Opfern sollen auch mehrere Ausländer sein. Ob auch Deutsche betroffen sind, war zunächst unklar. Eigentlich gilt das bei Urlaubern beliebte Land seit dem Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2009 als sicher. Sri Lanka ist mehrheitlich buddhistisch geprägt. Nur rund sieben Prozent der Bevölkerung des Landes sind laut der aktuellsten Volkszählung Christen. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion