Friedrich Merz.Foto: Christian Marquardt - Pool/Getty Images

Merz ärgert sich über Söder: CSU-Chef soll mit Sticheleien aufhören

Epoch Times24. August 2021 Aktualisiert: 24. August 2021 9:02

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat CSU-Chef Markus Söder vorgeworfen, der Union mit seinen Sticheleien gegen Kanzlerkandidat Armin Laschet gezielt zu schaden. Er erwarte nun, „dass Markus Söder jetzt mal aufhört und dass er auch den gemeinsamen Wahlsieg mit uns will und er kämpft“, sagte Merz laut „Tagesspiegel“ vom Dienstag bei einer Veranstaltung in Sundern. „Ich habe ihm das auch gesagt“, fügte Merz hinzu.

Mit Söders Rede beim Wahlkampfauftakt der Union am Samstag in Berlin zeige sich Merz nur „eingeschränkt zufrieden“. Söder hätte dabei „auf manche Bemerkung verzichten können“. Der CSU-Chef hatte sich in seiner Rede unzufrieden mit dem bisherigen Unionswahlkampf gezeigt und mehr Kampfgeist gefordert. Mit Lob für Laschet hatte Söder sich zurückgehalten – allerdings hatte er ihm seine Unterstützung zugesichert.

Zudem teilte Merz mit, dass der unter Druck stehende Kanzlerkandidat Laschet kein Team oder Schattenkabinett mehr vorstellen werde. „Armin Laschet hat sich entschieden, kein Team vorzustellen“, sagte Merz laut „Tagesspiegel“. „Es wird ein Team oder eine Mannschaft um ihn herum nicht geben. Sondern es wird allenfalls noch einzelne Auftritte geben mit einzelnen Abgeordneten, Bewerbern und einzelnen Ministern oder Ministerpräsidenten zu einzelnen Themen.“

Merz forderte von Laschet, dass die Union jetzt „deutlich zulegen“ müsse. Laschet sei der Spielführer. „Und er muss jetzt zeigen, wie die Strategie geht, der muss zeigen, wie die Taktik geht und der muss vor allem zeigen, wie die Tore geschossen werden.“ (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion