Jörg MeuthenFoto: Sean Gallup/Getty Images

Meuthen: Diese „Seenotrettung“ schadet – und zwar massiv

Epoch Times3. Juli 2019 Aktualisiert: 3. Juli 2019 17:41
AfD-Parteivorsitzender Jörg Meuthen verurteilt die Haltung Deutschlands gegenüber der "Sea-Watch"-Kapitänin Carola Rackete. Die Grünen hingegen beklagen ein zu spätes Handeln der Bundesregierung.

„Schlepper und ihre Komplizen geben vor, Menschen zu retten. Tatsächlich sind sie deren Totengräber,“ sagt der AfD-Parteivorsitzende Jörg Meuthen mit Blick auf die „Sea-Watch“-Kapitänin Carola Rackete.

Ohne Schlepperservice, so der AfD-Politiker, würden sich viele „Glücksritter nicht auf diese waghalsige und unverantwortliche Route des Todes begeben.“ Gegen Schlepperbanden würde nur eines helfen: „Rigoros-rechtsstaatliches Durchgreifen ohne Kompromisse!,“ betont Meuthen.

Es sei „dreist“, dass führende Vertreter des politisch-medialen Komplexes in Deutschland es wagen würden, auf die Italiener zu schimpfen, nur weil sie die „Sea-Watch“-Kapitänin „nicht auf einer Sänfte durch Lampedusa tragen.“

Deutschland solle froh sein, dass Italiens Innenminister Matteo Salvini und andere Leute in der Regierung „kriminellen Schleppern das Handwerk legen, um illegale Migration und Tod im Mittelmeer zu verhindern.“

Dies seien die „wahren Retter Europas.“

Baerbock kritisiert Bundesregierung wegen Verhaftung von Rackete

Unterdessen hat die Grünen-Chefin Annalena Baerbock der Bundesregierung ein zu spätes Handeln im Fall der „Sea-Watch“-Kapitänin vorgeworfen.

Hätte Horst Seehofer schon vor einer Woche deutlich gemacht, dass von den Geretteten an Bord der `Sea-Watch` Menschen nach Deutschland kommen dürfen, dann hätte es zu der Verhaftung im Hafen nicht kommen müssen“, sagte Baerbock der „Rheinischen Post“.

Zur Organisation der „Seenotrettung“ sagte sie: „Jedes Mal, wenn man glaubt, es könne nicht mehr schlimmer kommen, wird man eines Schlechteren belehrt. Dass Menschen für die Rettung des Lebens anderer Menschen und für die Einhaltung des internationalen Seerechtsübereinkommens verhaftet werden, entspricht nicht meinem Verständnis von Europa.“ (dts/so)


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