Meuthen und Gauland: AfD könnte Kooperationsverbot mit Pegida aufheben – wenn Bachmann geht

Epoch Times21. Februar 2018 Aktualisiert: 21. Februar 2018 19:39
Die AfD will keine bürgerlichen Wähler verlieren, meinte Gauland. "Deswegen wäre es klug von Pegida, wenn Herr Bachmann aus dem Schaufenster der Bewegung verschwindet."

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat sich für eine Aufhebung des Kooperationsverbots seiner Partei mit der Pegida-Bewegung ausgesprochen. „Es geht um Pegida Dresden, da sollte man das Kooperationsverbot, das wir haben, aufheben“, sagte Meuthen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

„Wirklich ein Problem“ habe er nur mit der „Personalie Bachmann“, mit diesem „können wir uns keine Kooperation vorstellen, das wurzelt in der Person Bachmann“, sagte Meuthen mit Blick auf Pegida-Anführer Lutz Bachmann.

Einen entsprechenden Beschluss des AfD-Bundesvorstandes zur Aufhebung des Kooperationsverbot gebe es noch nicht, sagte Meuthen. „Das ist eine Sichtweise, die noch unabgestimmt ist.“

Nach Informationen der Zeitung war es im AfD-Bundesvorstand kürzlich zu einer Abstimmung über die Frage einer Aufhebung des Kooperationsverbotes gekommen. Dies endete in einem Patt.

Eine abermalige Abstimmung in der nahen Zukunft gilt in Parteikreisen als wahrscheinlich. Das Auftrittsverbot für AfD-Politiker bei Pegida-Veranstaltungen gilt seit 2016.

Der AfD-Ko-Vorsitzende Alexander Gauland hatte im „Stern“ kürzlich ebenfalls eine Annäherung an Pegida zur Sprache gebracht. „Eine Annäherung halte ich für möglich“, sagte er der neuen Ausgabe des Magazins. Er unterstützte damit Parteikollegen vom Rechtsaußen-Flügel, darunter Björn Höcke und André Poggenburg, die sich seit längerem für die Zusammenarbeit mit Pegida stark machen.

Die Zusammenarbeit mit der Pegida-Bewegung knüpfte Gauland aber ähnlich wie Meuthen an eine Bedingung. „Ich will unsere bürgerlichen Wähler nicht verlieren“, sagte er dem „Stern“. „Deswegen wäre es klug von Pegida, wenn Herr Bachmann aus dem Schaufenster der Bewegung verschwindet.“ (afp/dts/as)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion