Migranten-Chaos in Deutschland: Wird jetzt das Schengen-Abkommen geändert?

Epoch Times23. August 2015 Aktualisiert: 23. August 2015 11:52
Deutsche Behörden ziehen die Möglichkeit in betracht, Änderungen am Schengen-Abkommen vorzunehmen. Dies fordert auch die Pegida-Bewegung in ihren "Zehn Forderungen an die deutsche Asylpolitik".

Wegen der starken Zuwanderung überlegen deutsche Behörden nun, das Schengen-Abkommen zu ändern. 

Da sich einige EU-Mitgliedstaaten weigern, Flüchtlinge aufzunehmen, erwägt man, die europäischen Grenzkontrollen wieder einzuführen. Dies berichtet die britische Zeitung "The Telegraph". Damit soll die Zahl der einreisenden Migranten eingedämmt werden.
Da die europäischen Staaten das EU-Freizügigkeitsgesetz nicht einhalten und das Dublin-System bereits kollabiert ist und dringenden Reformbedarf hat, muss laut Thomas de Maizière, ein neues System installiert werden. Ohne reale Asylpolitik innerhalb der EU kann eine ungehinderte Grenzüberquerung auch nicht existieren, so der Bundesinnenminister.
Auch in England ist man für die erneute Einführung von Grenzkontrollen. Der britische Premier David Cameron spricht sich außerdem für eine Gesamtreformierung der Europäischen Union aus.
Der britische Politiker Dominic Grieve meinte dazu: "Deutschland nimmt die meisten Flüchtlinge auf, was eine überaus schwere Krise verursacht. Dies kann als ein Argument für ein gravierendes Überdenken auf europäischer Ebene gelten".

Weitere Ausschreitungen – Pegida fordert Schengen-Abkommen auszusetzen

In Deutschland kommt es wegen dem großen Asylantenansturms vermehrt zu Ausschreitungen. Die jüngsten Vorfälle ereigneten sich am Wochenende im sächsischen Heidenau. Dort kam es vor dem Notquartier für Flüchtlinge zu Krawallen. Rechte Demonstranten warfen am späten Samstagabend Bierflaschen und Böller auf Polizisten.
"Es waren ähnliche Szenen wie in der Nacht zuvor", sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntagmorgen. Die Polizei ging mit Schutzschilden gegen die teils betrunkenen Krawallmacher vor und räumte die Straße. Ob es Verletzte oder Festnahmen gab, konnte der Polizeisprecher nicht sagen. 
Bis zum Abend trafen etwa 120 neue Flüchtlinge in der Notunterkunft ein. Die vier Busse fuhren ungehindert vor das Gebäude. In der Nacht zuvor hatten Hunderte Menschen die Zufahrt blockiert. In Dresden sowie in anderen deutschen Städten verschärft sich die Krise mit den Migranten zusehends, deshalb formulierte die Pegida-Bewegung bereits Mitte August in den "Zehn Forderungen an die deutsche Asylpolitik", das Schengen-Abkommen auszusetzen und strengere Kontrollen an allen deutschen Grenzen einzuführen. (so) 

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