Ministerin räumt bei Besuch der Moorbrand-Region Fehler ein – Zwischenzeitlich brannte es auf 800 Hektar

Epoch Times22. September 2018 Aktualisiert: 22. September 2018 21:34
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen räumte Fehler ein: Ein Fehler sei etwa gewesen, dass nicht schnell genug die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zur Hilfe gerufen wurden.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat beim Besuch der Moorbrand-Region im Emsland Bundeswehr-Pannen eingeräumt. Ein Fehler sei etwa gewesen, dass nicht schnell genug die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zur Hilfe gerufen wurden. „Dann hätten wir wahrscheinlich Schlimmeres verhindern können“, sagte die Ministerin am Samstag in Meppen.

Der Moorbrand auf einem nahe gelegenen Bundeswehrgelände schwelt seit mittlerweile gut zwei Wochen. Er war auf dem Übungsgelände ausgebrochen, als von einem Kampfhubschrauber des Typs Tiger aus Raketen abgefeuert wurden. Nach Bundeswehrangaben hat der Brand zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst.

Der Landkreis Emsland hatte am Freitag wegen des Moorbrandes Katastrophenalarm ausgerufen. Am Samstag teilte der Kreis mit, Messungen mit mobilen Stationen hätten ergeben, dass „keine akute Gesundheitsgefährdung“ durch die Rauchentwicklung vor Ort bestehe. „Natürlich gibt es nach wie vor Geruchsbelästigungen, und auch die emotionale Belastung für die Anwohner vor Ort ist weiter hoch. Aber eine Grenzwertüberschreitung wurde nicht ermittelt“, betonte Landrat Reinhard Winter.

„Es ist sicherlich die Frage zu stellen, ob diese Tests zu dieser Jahreszeit mit dem sehr, sehr trockenen Sommer, den wir gehabt haben, so hätten stattfinden müssen. Aber ich bin mir auch darüber im Klaren, dass die Information dann anschließend holperig war, dass wir dort auch deutlich besser werden müssen“, sagte die Ministerin.

Von der Leyen betonte, die Bundeswehr wolle den Fall aufarbeiten und über die Ergebnisse auch mit den Menschen im Emsland sprechen. Sie dankte noch einmal den Einsatzkräften. Die Bundeswehr unterstütze die Rettungskräfte nun mit aller Kraft.

Der Fall beschäftigt derweil auch die Justiz: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen Unbekannt. Die Durchsuchungen seien in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Dienststelle durchgeführt worden. Alle angeforderten Unterlagen seien übergeben worden. (dpa)



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