Morde in Kufstein und Endingen: Polizei prüft Fernrouten

Epoch Times29. Januar 2017 Aktualisiert: 29. Januar 2017 10:01
Auf der Suche nach dem zweifachen Mörder von Kufstein und Endingen im Kaiserstuhl untersucht die Polizei die Fahrwege zwischen den beiden Orten. Pendler- und Fernfahrerrouten würden eingehend überprüft, sagte ein Polizeisprecher in Freiburg.

Auf der Suche nach dem zweifachen Mörder von Kufstein und Endingen im Kaiserstuhl untersucht die Polizei die Fahrwege zwischen den beiden Orten. Pendler- und Fernfahrerrouten würden eingehend überprüft, sagte ein Polizeisprecher in Freiburg.

Dabei bitten die Beamten auch um Hinweise. Die Verbindung zwischen zwei Orten und Taten sei die wesentliche Spur, die zum Täter führen könne. Der Unbekannte hatte den Ermittlungen zufolge im Januar 2014 im österreichischen Kufstein eine 20 Jahre alte französische Studentin mit einer Eisenstange erschlagen.

Im November vergangenen Jahres tötete er im rund 400 Kilometer entfernten Endingen bei Freiburg eine 27 Jahre alte Joggerin. In beiden Fällen wurden die Opfer sexuell missbraucht.

Gesucht wird verstärkt in der Speditionsbranche

An den zwei Orten wurden identische DNA-Spuren eines unbekannten Mannes gefunden. In Österreich diente ihm laut Polizei als Tatwaffe eine Eisenstange, die im Lkw-Gewerbe genutzt wird. Gesucht werde daher verstärkt in der Lastwagen- und Speditionsbranche.

Daten zur Erfassung der Lkw-Maut auf Autobahnen könnten die Ermittler nicht nutzen. Dies erlaubten die Gesetze nicht, sagte der Sprecher. Bei der Suche nach dem Unbekannten arbeite die Polizei grenzüberschreitend eng zusammen, hieß es weiter.

Im Endinger Fall wurde die Tatwaffe bislang nicht gefunden. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben davon aus, dass der Täter auch hier eine Eisenstange nutzte. Für entscheidende Hinweise sind in diesem Fall nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt 28 500 Euro Belohnung ausgesetzt.

Einen Zusammenhang zu einem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin Mitte Oktober in Freiburg sehen die Ermittler nicht. Verdächtig in diesem Fall ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt seit seiner Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft. (dpa)

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