Mordfall Susanna: Die Bashars wollen wiederkommen – Petition gegen Wiedereinreise – Demo gegen Gewalt auf den Straßen

Von 4. July 2018 Aktualisiert: 6. Juli 2018 12:42
Nach der Ausreise oder Flucht der Familie des im Mordfall Susanna tatverdächtigen Ali Bashar wollen die Iraker wieder nach Deutschland kommen. Drei seiner Brüder waren bereits polizeilich aufgefallen, einer wegen Vergewaltigung einer 11-Jährigen. Die Initiative "Hand in Hand" startete eine Petition dagegen. Inzwischen veranstaltete die Initiative "Hand in Hand" eine Demonstration gegen den "kinderfressenden Willkommens-Moloch".

Am 22. Mai verschwand Susanna Feldmann (14) von einem Ausflug in die Innenstadt von Wiesbaden. Noch am Abend oder in der Nacht wurde sie vergewaltigt und umgebracht. Die Polizei fand ihre Leiche erst durch einen Hinweis eines jungen Migranten (14) am 6. Juni.

Dieser hatte sich als Zeuge bei der Polizei gemeldet und Ali Bashar als Vergewaltiger und Mörder des Mädchens angegeben. Zudem gab er den ungefähren Ort an, wo die Leiche zu finden sei. Dies alles soll er von Ali Bashar selbst erfahren haben.

Mittlerweile wird einem Bericht im „Wiesbaden-Kurier“ zufolge auch gegen den 14-jährigen Afghanen wegen des Verdachts der Tatbeteiligung ermittelt. Die Behörden schöpften Verdacht, weil der junge Migrant viele Details und Umstände des Geschehens zu schildern vermochte. Zudem soll der Jugendliche ein 11-jähriges deutsches Mädchen vergewaltigt haben. Er wurde inzwischen festgenommen. Auch einer der Brüder von Ali Bashar soll das Kind offenbar im Flüchtlingsheim am Erbenheimer Ring missbraucht haben sowie Ali Bashar selbst. Drei der Brüder von Ali Bashar sollen in Wiesbaden durch Straftaten aufgefallen sein.

In der Vergangenheit hatte sich die 11-Jährige den Ermittlern gegenüber nicht offenbart. Wie der „Wiesbaden-Kurier“ schreibt, habe das Kind nun aber die Täterschaft von Ali Bashar konkretisiert.

Asylantrag durch Ausreise beendet

Noch bevor die Polizei den Iraker als dringend Tatverdächtigen ermitteln konnte, flüchtete der Asylbewerber am 02. Juni mit sieben weiteren Familienmitgliedern über Istanbul/Türkei nach Erbil im Irak. Die Buchungen für die acht Iraker, Ali Bashar, seine Eltern, eine Schwester und vier Brüder, wurden alle unter anderen Namen vorgenommen, wie sie den Behörden bekannt sind, erklärte Polizeipräsident Müller während der Pressekonferenz in Wiesbaden.

Wie der „Wiesbaden-Kurier“ dazu schreibt, wurde durch diese freiwillige Ausreise auch der Asylantrag der Familie beendet. Woher die „Flüchtlingsfamilie“ das Geld für die Flugtickets hatte, ist hier nur noch am Rande von Bedeutung.

Bruder plant Einreise nach Deutschland

Wie der „Merkurist Mainz“ meldet, berichtete ein kurdischer Fernsehsender im Irak, dass einer der Brüder bereits plane, nach Deutschland wieder einzureisen, um seinem Bruder Ali beizustehen. Ebenso wollen Berichten zufolge die Eltern und die übrigen Geschwister wieder nach Deutschland kommen, vermutlich zum Prozessbeginn in Wiesbaden.

Eine Mitarbeiterin des Wiesbadener Sozialdezernats bestätigte dem „Merkurist“, dass es gegen die Familie keine Einreisesperre gebe. „Das wäre nur möglich, wenn die Klage gegen den abgelehnten Asylantrag abgewiesen worden wäre“, hieß es. Doch die Familie hatte das Land bereits vor Beendigung des Verfahrens verlassen.

Wenn die Familie wieder nach Deutschland einreise, müsse man mit ihr verfahren, wie mit anderen Flüchtlingen und das BAMF müsse das Asylgesuch wie jedes andere prüfen, so die Sprecherin.

Laut Angaben der Mutter Ali Bashars sei die Familie jedoch wegen ihres schwer kranken Ehemanns in den Irak zurückgereist. Dieser habe vor dem Tod noch einmal seine Verwandten sehen wollen. Von dem Mord habe sie erst nach der Verhaftung ihres Sohnes erfahren, sonst hätte sie Deutschland nicht verlassen. Der DPA sagte die Frau:

Wenn sie die Wahrheit wissen will, sollte die deutsche Polizei den türkischen Mann festnehmen.“

(Ali Bashars Mutter)

Ihr Sohn sei verraten worden. Namen habe sie dabei aber nicht genannt, so der „Wiesbadener-Kurier“. Der zunächst nach dem Mord verhaftete Türke wurde später wieder freigelassen, der Haftbefehl gegen den 35-Jährigen zurückgenommen. Ursprünglich war man von einem gemeinsam begangenen Verbrechen ausgegangen.

Mein Sohn ist kein Mörder. Sein türkischer Freund ist der Kriminelle und zurück in sein Land geflohen.“

(Ali Bashars Mutter)

Dies sagte die Mutter der DPA über Telefon aus dem kurdischen Nordirak.

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Petition gegen Wiedereinreise Ali Bashars Familie

Am 29. Juni veröffentlichte die Initiative „Hand in Hand – Gegen die Gewalt auf unseren Straßen“ eine Petition auf der Plattform „Avaaz – Bürgerpetitionen“ und sammelt hier Unterschriften gegen die Wiedereinreise und für ein „Einreiseverbot für die Familie von Ali Bashar“, dem mutmaßlichen Mädchen-Mörder und Mehrfach-Vergewaltiger.

Wir von Hand in Hand gegen Gewalt fordern ein generelles Einreiseverbot für die Familie von Ali Bashar! Wir sind der Überzeugung, dass die Familie von der grausamen Tat wusste und deshalb über Nacht Deutschland verlassen hat. Unsere Überzeugung stützt sich auf den unterschiedlichen Aussagen der Mutter von Ali Bashar.

Somit haben sie sich mit an der grausamen Ermordung von Susanna F. strafbar gemacht. Nach der rechtlichen Einschätzung dürfte die freiwillige Rückkehr der Familie in den Irak dazu führen, dass kein Rechtschutzinteresse mehr für ein Asylverfahren gegeben ist. Die Flucht und die selbst gewollte Ausreise ‚die eindrucksvoll dokumentiert wurde‘ zeigt, dass die Familie dort gar nicht bedroht ist.“

(Petititon, Hand in Hand …)

[Zur Petition]

„Die Willkommenskultur frisst unsere Kinder“

Am 23. Juni fand in Wiesbaden die „Hand in Hand“-Demo statt.

Hier waren Transparente und Banner zu sehen, die u.a. die Aufschrift trugen „Tote Mädchen lügen nicht“ oder „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.

„Das ist Demokratie“

Im Video bedankt sich am Ende der Demo der Einsatzleiter bei den Demonstranten für ihr demokratisches Verhalten:

Ihr habt euren Unmut kundgetan, ihr habt eure Trauer kundgetan. Es ist aber ruhig verlaufen. (…) Das ist Demokratie.“

Auch ein Vertreter von „Kandel ist überall“ bedankte sich für das Engagement der Demonstranten und fragte angesichts der jüdischen, russischen, deutschen und rumänischen Flaggen: „Wenn hier einer behauptet, da würden Nazis rumlaufen … Ich weiß auch nicht …“

Am 24. Mai schrieb Susannas Mutter auf Facebook:

Meine Tochter Susanna Feldmann Ist seit vorgestern verschwunden. Der letzte Kontakt per Whatsapp war gestern um 08:48. Seit dem ist ihr Handy ausgeschaltet. Gestern Abend habe ich sie bei der Mainzer Polizei als vermisst gemeldet. Teilt diesen Aufruf bitte soviel wie möglich. Es geht um meine 14 Jährige Tochter!!!!! Ich bete und hoffe nur, dass ihr nichts schlimmes zugestoßen ist….“

(Diana Feldmann)

Susannas Leiche wurde am Mittwoch, 6. Juni, gegen 14 Uhr, von der Polizei in einem schwer zugänglichen Gelände im Bereich der Gemarkung „Unterm Kalkofen“ in Wiesbaden gefunden. Dort lag sie seit dem 22. Mai, ermordet noch am Abend oder in der Nacht nach ihrem Verschwinden. Endlos lange Tage hoffte die Mutter des Mädchens auf ein Lebenszeichen – vergeblich.

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