Muslimin will gegen Verschleierungs-Verbot an Kieler Universität vorgehen

Epoch Times18. Februar 2019 Aktualisiert: 18. Februar 2019 13:52
Eine muslimische Studentin will sich gegen das Vollverschleierung an der Kieler Universität wehren.

Nach dem Verbot von Vollverschleierung an der Kieler Universität will die Studentin, die diese Entscheidung auslöste, juristisch dagegen vorgehen.

Die Begründung sei „überzogen, symbolisch und argumentativ haltlos“, sagte die junge Frau der Zeitung „Kieler Nachrichten“ vom Montag. Das Grundgesetz betone persönliche Freiheit, Toleranz und Diversität, ergänzte sie.

Die Universität in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hatte Ende Januar eine Vollverschleierungen in Lehrveranstaltungen und Prüfungen grundsätzlich verboten, nachdem es mit der Frau zuvor zu einem Konflikt gekommen war. Sie war laut „Kieler Nachrichten“ vollverschleiert in einer Lehrveranstaltung erschienen, der Dozent bat die Leitung der Hochschule nach dem Vorfall um eine Klärung.

Bei der jungen Frau handelt es sich laut Zeitung um eine zum Islam konvertierte Studentin. Der Deutsche Hochschulverband hatte sich schon Anfang 2017 für ein Verbot von Ganzkörperverschleierungen in Lehrveranstaltungen ausgesprochen. Dies sei zur Identifizierung von Prüflingen und die Bedeutung nonverbaler Kommunikation vertretbar. (afp)

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