Die Deutschland Flagge auf dem Reichstag in Berlin. (Symbolbild)Foto: Sean Gallup/Getty Images

Nach Anschlag in Berlin: Vorsitzender der Innenministerkonferenz spricht von „Kriegszustand“

Epoch Times20. Dezember 2016 Aktualisiert: 20. Dezember 2016 9:51
"Wir werden, wo wir es für erforderlich halten, auch mit schwerem Gerät antreten", sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Bouillon. "Das heißt Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen", auch wenn dies martialisch klinge.

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), spricht nach dem mutmaßlichen Anschlag in Berlin von einem „Kriegszustand“.

Der saarländische Innenminister sagte am Dienstag dem Saarländischen Rundfunk: „Wir müssen konstatieren, wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten“. Bouillon kündigte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an. Es stehe zu befürchten, dass es Nachahmer gebe.

„Wir werden, wo wir es für erforderlich halten, auch mit schwerem Gerät antreten“, sagte Bouillon. „Das heißt Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen“, auch wenn dies martialisch klinge.

Auf Weihnachtsmärkten werde die Polizei deutlich Präsenz zeigen und noch am Dienstag mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen, sagte der CDU-Politiker. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag auf einer Videokonferenz beraten.

Ein Lastwagen mit polnischem Kennzeichen war am Montagabend auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, direkt an der berühmten Gedächtniskirche und unweit des Kurfürstendamms, gerast. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt. Ein Verdächtiger, der den Lkw gesteuert haben soll, wurde festgenommen.

Der RBB berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist. Er stamme aus Pakistan und solle „wegen geringfügiger Delikte“ polizeibekannt sein. Nach Informationen der Zeitung „Die Welt“ stürmte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei am frühen Morgen einen Hangar am früheren Flughafen Tempelhof, wo sich eine Flüchtlingsunterkunft befindet. (afp)



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