Nach Schläger-Attacke: Verletzter Bremer AfD-Chef Magnitz verlässt Krankenhaus auf eigenen Wunsch

Epoch Times9. Januar 2019 Aktualisiert: 10. Januar 2019 9:02
Zwei Tage nach der Attacke eines Schlägertrupps auf den Bremer AfD-Landeschef und Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz hat dieser das Krankenhaus verlassen.

Am Mittwoch, zwei Tage nach einer brutalen Schläger-Attacke, verließ der Bremer Landesvorsitzende der AfD und Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz auf eigenen Wunsch das Krankenhaus, erklärte der stellvertretende Bremer AfD-Vorsitzende Thomas Jürgewitz.

Die Bremer Polizei schaltete inzwischen ein Hinweisportal frei und verweist auf zwei hochfrequentierte Veranstaltungen zum Tatzeitpunkt.

Die Polizei bittet darum, ab sofort Bilder und Videos vom Montag, 7. Januar 2019, die etwa zwischen 16 und 18 Uhr im erweiterten Bereich des Goetheplatzes (Kunsthalle, Wallanlagen usw.) gemacht wurden, zur Verfügung zu stellen.“

(Polizei Bremen)

=>   https://hb.hinweisportal.de/

Weiterhin bittet die Bremer Polizei um Hinweise von Zeugen unter Telefon 0421 / 362 3888 (Kriminaldauerdienst).

Magnitz war am frühen Montagabend in Bremen von drei vermummten Personen nach dem Verlassen des Neujahrsempfangs des Weser Kuriers auf der Straße angegriffen und schwer verletzt worden.

Den derzeitigen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zufolge näherten sie sich dem 66-Jährigen von hinten, einer schlug ihn nieder. „Der Abgeordnete erlitt eine stark blutende Kopfverletzung“, so die Polizei in ihrem Bericht.

Auf dem bisher gesicherten Videomaterial kann der Einsatz eines Schlaggegenstandes nicht festgestellt werden.“

(Polizei Bremen)

Die Beamten gehen von einer politisch motivierten Tat aus, der Staatsschutz ermittelt.

Nach der Auswertung der bisher bekannten Videoaufzeichnungen relativierten die Ermittler damit zugleich Schilderungen, die die Bremer AfD zu der Attacke verbreitet hatte. Diese sprach von einem „Mordanschlag“ und teilte mit, Magnitz sei mit einem Kantholz niedergeschlagen sowie am Boden liegend weiter mit Kopftritten traktiert worden. Demnach hörten die Täter erst damit auf, als ein Handwerker eingriff.

Zwei Handwerker, die in der Nähe ihr Auto beluden, wurden auf den am Boden liegenden Magnitz aufmerksam und riefen den Rettungsdienst.

Der Angriff auf den Bundestagsabgeordneten sorgte in allen politischen Lagern für Empörung sowie Warnungen vor einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung. In Bremen wird im Mai eine neue Bürgerschaft gewählt. Darin ist die AfD aktuell mit einem Abgeordneten vertreten. Zuletzt hatte es auch mehrere Attacken auf Einrichtungen der Partei in verschiedenen Bundesländern gegeben. (afp/sm)

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