Neue fundamentalistische Islam-Gang in NRW warnt: „Benimm Dich respektvoll, sonst wird Gott jemand senden“

Epoch Times23. Mai 2019 Aktualisiert: 28. Mai 2019 15:18
Die neuen islamistisch-schiitischen Clans wie "Al-Salam 313" leben einen extremen Islam. Sie sind eine wachsende Konkurrenz im etablierten Drogen- und Waffenhandel und Schutzgeld-Erpressungs-Geschäft.

In Nordrhein-Westfalen geraten zunehmend die alteingesessenen kurdisch-libanesischen Clans mit den neuen irakisch-syrischen Clans aneinander. Denn die neuen irakisch-syrischen Clans stellen für sie eine wachsende Konkurrenz im etablierten Drogen- und Waffenhandel und im Schutzgeld-Erpressungs-Geschäft dar.

Deutlich wurde dieser Konkurrenzkampf kürzlich in Essen. Dort wurde ein irakisch-syrischer Clan namens „Al-Salam 313“ auffällig, der mit dem kurdisch-libanesischen Clan „El-Zein“ aneinander geriet, berichtet „Focus Online“.

Islamistisch-schiitische Clans mit fundamental-islamistischen Zügen

Die neuen islamistisch-schiitischen Clans so auch „Al-Salam 313“ zeichnen sich durch eine tiefe Religiosität aus. „Al-Salam“ bedeutet Frieden daher nutzt vermutlich auch der „Al-Salam 313“-Clan eine Friedenstaube als Symbol. Die Zahlenkombination „313“ besitzt für schiitische Muslime eine besondere Bedeutung. Unter ihnen heißt es, dass der Imam Muhammad al-Mahdī mit 313 Gefährten auf die Erde zurückkehre.

„Mahdi“ steht für „der Erlöser“ und wird als eine Art Messias im Islam angesehen. Das legt den Schluss nahe, dass die Mitglieder des „Al-Salam 313“-Clans sich als Krieger Muhammads verstehen.

In einem ihrer Videos auf Facebook heißt es dann auch: „Benimm Dich respektvoll, sonst wird Gott jemand senden, der sich um Dich kümmert.“

Äußerlich fällt der „Al-Salam 313“-Clanim Stadtbild durch große Autos und Motorräder auf. Die Gruppe gibt sich als Helfer für irakische Flüchtlinge in Deutschland, Schweden oder in den Niederlanden. Eine Betitelung als Gang oder Mafia-Organisation lehnen die Gangster ab und distanziert sich davon.

Razzia mit 800 Beamten bei „Al Salam 313“-Clan

Die Essener Staatsanwaltschaft vermutet etwas anderes. Am Mittwoch stürmten daher 800 Polizeibeamte in 49 Objekte des „Al-Salman 313“-Clans in elf Städten, darunter in Köln, Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und im Ruhrgebiet.

Neben Drogen- und Waffenhandel ging es bei der Durchsuchung auch um  Schleuserkriminalität mit Hilfe gefälschter Pässe und falscher Sprachzertifikate, die an Migranten verkauft wurden, um eine Einbürgerung in Deutschland zu erleichtern.

Die Durchsuchungsaktion dient vor allen Dingen der Aufhellung der Strukturen der Gruppierung“, sagte ein Polizeisprecher zu „Focus-Online“.

Laut Sicherheitskreisen in NRW sollen einige Mitglieder des Clans Verbindungen zum irakischen Schiiten-Führer Muqtada as-Sadr in Bagdad unterhalten haben. Bei der Razzia wurden Computer, Handys, Datenträger, Drogen, sowie Bar- und Falschgeld sichergestellt. Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände dauert nach Aussage einer Polizeisprecherin noch an.

Migranten als Rauschgiftdealer

Die Anfänge der Clanrivalitäten: In der Flüchtlingswelle 2014/2015 setzten ortsansässige Libanesen-Clans junge Migranten als Rauschgiftdealer auf der Straße ein. Mit der Zeit lernten diese Migranten die Strukturen in Deutschland kennen, wurden vertraut mit der Umgebung, bauten eine Stammkundschaft auf und merkten, dass wenn sie auf eigene Rechnung arbeiten viel höhere Gewinne zu machen sind. So entstand der Konkurrenzkampf zwischen alten und neuen Clanstrukturen. (er)

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