Neuenhaus: Lichtet sich Nebel um Bluttat im Altenheim? – Bald neue Informationen um grausamen Mord an Seniorin (87)

Von 4. November 2016 Aktualisiert: 1. Februar 2017 16:41
Am 22. Oktober 2016 machte ein Pfleger der Nachtwache im Neuenhauser Seniorenheim eine grausige Entdeckung. Er findet eine 87-jährige Seniorin des Hauses in ihrem Blut liegend im Zimmer, dem mutmaßlichen Täter, einem 18-jährigen Somalier, begegnet er noch im Hausflur. Bis heute hielten sich Polizei und Staatsanwaltschaft weitgehend bedeckt, wenn es um die Tatwaffe, die Tat und die als die ominösen Aussagen des Täters ging. Doch nun scheint die Zeit bald reif, dass sich der Nebel lichtet. Weiteres folgt.

Im „Haus am Bürgerpark“ im niedersächsischen Neuenhaus bemerkte ein Pfleger in den frühen Morgenstunden des 22. Oktober 2016 einen jungen Afrikaner im Flur. Der Teenager flüchtet sofort. Daraufhin entdeckt der Mitarbeiter, in ihrem Blut liegend, eine 87-jährige Bewohnerin des Heims in ihrem Zimmer und alarmierte die Polizei, wie wir berichteten.

Wie die Obduktion ergab, erstickte die alte Dame an ihrem eigenen Blut. Über den Tatverlauf, die Tatwaffe und die Art der Verletzungen des Opfers lag lange Zeit ein Decke des Schweigens, obwohl der mutmaßliche Täter bereits kurz nach der Tat verhaftet wurde.

Es kommt Bewegung in den Fall

Nun scheint Bewegung in den tragischen Kriminalfall zu kommen. Als unsere Redaktion – des langen Schweigens und der Brisanz des Falles wegen – nachfragte, ob es möglicherweise politische Einflussnahmen zur Unterdrückung der Veröffentlichung der Informationen gebe, erklärte der Pressesprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft:

Einflussnahmen gibt es nicht, die polizeilichen Ermittlungen sind abgeschlossen, hier wird jetzt der Abschluss vorbereitet, es fehlen aber noch Sachverständigengutachten und die Einlassung des Verteidigers.“

(Dr. Alexander Retemeyer, Oberstaatsanwalt)

An dieser Stelle vielen Dank an Herrn Dr. Retemeyer an der Schnittstelle zwischen Justiz, Presse und Öffentlichkeit.

Fragen über Fragen

Bisher völlig unklar ist, wie der Täter in das Altenheim kam und warum er in das Zimmer des älteren Ehepaares ging.

Was dort genau geschehen ist, darüber breitet sich eine Decke des Schweigens aus. Ebenso, womit der Täter den Mord ausführte. Auf Anfrage bei der Staatsanwaltschaft heißt es auch heute noch lediglich:

Es werden immer noch keine weiteren Einzelheiten zu den Ermittlungsergebnissen veröffentlicht, ich bitte weiterhin um Verständnis.“

(René van Münster, 1. Staatsanwalt, Pressestelle der Staatsanwaltschaft Osnabrück)

Fest steht, dass die 87-Jährige durch heftige Gewalteinwirkung starb und an ihrem eigenen Blut erstickte.

Ein Rückblick

Es ist Samstagmorgen, 22. Oktober 2016, gegen 4 Uhr. Ein Pfleger der Nachtwache trifft auf seinem Rundgang im Flur auf einen jungen Mann. Da er ihn nicht kennt, spricht er ihn an. Daraufhin geht der junge Flüchtling ruhig weiter in Richtung Treppe. Dort beginnt er zu laufen, rennt die Treppe hinab und will durch die Eingangstür ins Freie flüchten. Da die Tür aber verschlossen ist, springt der Täter aus dem Fenster einer Seniorenwohnung im Erdgeschoss auf den Gehweg, berichtete der „NDR“ anhand einer Schilderung eines Sprechers des Trägervereins der Seniorenresidenz.

Der Pfleger wählt daraufhin den Notruf und kontrolliert gemeinsam mit der herbeigeeilten Polizei die Zimmer des Anwesens. In einem der Zimmer wird eine 87-Jährige, tot vor ihrem Bett liegend, aufgefunden. Sie sei durch ihre Verletzungen an ihrem Blut erstickt, so der Sender weiter, mit Hinweis auf die Ergebnisse der Obduktion vom darauffolgenden Sonntag. Im gleichen Zimmer lag ihr dementer Mann, der unverletzt blieb.

Der mutmaßliche Täter

Wie die lokalen „Grafschafter Nachrichten“ berichteten, handelte es sich bei dem dringend Tatverdächtigen um einen 18-jährigen jungen Mann aus Somalia. Dieser wurde kurz nach der Tat von der Polizei gefasst.

Der 18-jährige Afrikaner hat bereits ausgesagt und wurde auch schon dem Haftrichter vorgeführt. Was genau er auszusagen hatte, darüber wollte die Staatsanwaltschaft bisher nicht sprechen. Es hieß nur: „Es war inhaltlich nicht nachvollziehbar“, so Dr. Alexander Retemeyer, Sprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft.

Wie der Täter ins verschlossene Haus kam, ist völlig unklar. Einbruchsspuren gab es nicht. Laut Retemeyer gebe es keine Verbindungen zwischen Täter und Opfer, Täter und Heim. Er sei dort noch nie gesehen worden und es wurde auch nichts gestohlen.

Ein Sachverständiger untersuchte den jungen Flüchtling und konnte in einem ersten psychologischen Gutachten keinerlei Anzeichen für Schuldunfähigkeit erkennen. Inzwischen sitzt der 18-Jährige in der Justizvollzugsanstalt Vechta in Untersuchungshaft.

Siehe auch:

Neuenhaus: Grausames Verbrechen im Altenheim – 18-jähriger Somalier verhaftet

 

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